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- 25. März 2008 2 Min.
Der Vorsitzende der nigerianischen Homosexuellenvereinigung wurde in der vergangenen Woche von Unbekannten zusammengeschlagen, bespuckt und beschimpft. Das berichtet die britische Lesben- und Schwulenorganisation Changing Attitude England.
Der Vorfall ereignete sich während einer Trauerfeier. Als die Anwesenden einen Choral sangen, wurde das Opfer von einem anderen Mann angesprochen und gefragt, ob er außerhalb der Kirche etwas mit ihm besprechen könne. Dort wurde er dann von insgesamt sechs Männern geschlagen, angespuckt und beschimpft. Unter anderem sei gerufen worden: "Du stadtbekannter Schwuler - glaubst du, dass du vor uns davonlaufen kannst, damit deine berüchtigte Gruppe mehr Scheußlichkeiten in unserem Land verbreiten kann?"
Das Opfer glaubt an einen gezielten Angriff: "Meine Angreifer waren so gut über uns informiert, dass ich glaube, ein Insider oder ein Führer unserer anglikanischen Kirche hat hier seine Finger im Spiel". Die Angreifer hätten zudem damit gedroht, Mitglieder der nigerianischen Homosexuellenorganisation umzubringen, weil sie "junge Burschen verführen". Sie würden mit ihren Angriffen nicht aufhören, solange sich Schwule für deren Rechte einsetzen.
Nigeria gilt als eines der homophobsten Länder der Welt. Letztes Jahr sollte ein repressives Anti-Homo-Gesetz verabschieden werden, das sogar einen gemeinsamen Restaurant-Besuch von zwei Schwulen verbietet. Über das Gesetz, das sowohl von islamischen Gruppen als auch von der Anglikanischen Kirche des Landes unterstützt wird, ist bislang noch nicht abgestimmt worden. (cw)















Wieso sind immer die Staaten, die Bildung und Toleranz am nötigsten hätten, am fachistischsten?!!!