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Einzelkommentar zu:
Charlotte Roche: "Smegma als Parfümflakon"


#45 stromboliProfil
  • 28.03.2008, 12:34hberlin
  • Konstantin schreibt :"... alle von Lesben verwendeten Gegenstände lediglich als PenisERSATZ anzusehen sind. Daran gibts doch nichts zu deuteln! Und daher verstehe ich den Ekel/Widerwillen der Lesben vor dem "Original" so gar nicht! Ich meine: wenn man sich sowieso (irgend-)was reinsteckt, kann man doch auch gleich den ganzen Mann nehmen, oder?
    Ach kommen wir doch zurück auf den boden!
    im umkehrschluß kann dir atlana nun den vaginaersatz "culo" um die ohren schleudern.
    Und: "Dass Frauen Smegma produzieren, finde ich durchaus Interessant - weitere Details aus Gründen der Ästhetik jedoch nicht. " ... wie auch immer , es bleibt , wenn es um "Ästhetik " geht ausschließlich " deine ästhetik, die sich berührt fühlt.
    Diesen widerspruch muß du dir schon gefallen lassen!

    atlana schreibt: 2) "Den ganzen Mann nehmen... hm, habe ich schon erwähnt, daß ich persönlich nackte Männer langweilig finde? Meine damals zehnjährige Schwester hat das konkret so ausgedrückt: Männer sind fad, nur Vierecke mit Beinen. Ich will Sie nicht beleidigen und ich verstehe natürlich auch, daß die meisten anderen Leute das überhaupt nicht so sehen. Aber Ästhetik ist nuneinmal subjektiv. Frauen sind in unseren Augen einfach viel schöner. Sie sind schöner, erotischer, oft feinfühliger..."
    es ist die spiegelbildliche beschreibung und somit können wir feststellen: Ihr habt euch beide festgefahren!
    Zum erfahren , warum ein mann eine frau, eine frau einen mann, oder eine frau eine frau und ein mann einen mann "unwiderstehlich " empfindet, diesem erklärungsversuch habt ihr euch beide "erfolgreich " entzogen!

    Gewiss: es ist ein fundamentales gefühl der zugehörigkeit auch im bildlichen und in dem der gerüche etc..!
    Was mich faziniert am mann : die hüften, das profil der brust. Die proporzionen die sich in meinen wünschen auf das "ideal" der männlichkeit bezieht. Der Hermes in der vorhalle der uffizien in Firenze z.B. ist die vollkommene verkörperung des männlichen !
    Die venus von milo trifft den geschmack des anderen! Vieleicht die des heterosexuellen mannes und seiner vorstellung von fruchtbarkeit.

    Hilfreich wäre, wenn wir uns schon darüber unterhalten, eine vorstellung von frauen , die auf frauen stehen:
    fällt die fruchtbarkeitsvorstellung weg , und wenn, was macht dann die weiblichkeit aus!!

    Um das verständnisvoll zu machen: es gibt ja untersuchungen , die sich mit den anregungsfaktoren der visuellen wahrnehmung beschäftigen. Da ist in der fortpflanzungsmechanik ein sympolismus eingebaut, der uns nicht weit von den primaten entfernt einordnet:
    Breites becken = fruchtbarkeit; schmale hüften = potente aggressivität; breite brüste = beschützerqualitäten; große brüste = nährungsgarantie... !
    Ihr könnt nun aus den obigen daten euch selbst zuordnen; kleines kostenloses memory ^^.

    Konstantin schreibt:
    @ Atlana: ICH habe NIE gesagt (aber gedacht), dass ich mich vor "Muschis" ekele. Das war jemand anderes!
    Wer auch immer es war, wir schwulen (nicht alle) unterliegen hier einem beliebten frauen"hass" , der uns die angst , aber auch die vermutete "niederlage als vollwertiger mann" erträglich machen soll. Im witz über die frau, über ihren befindlichkeit und ihre schwächen ( die wir , als spiegel unserer eigenen sehr wohl schnell erkennen) suchen wir uns zu enlassten. Wir suchen dabei den schulterschluß mit heteronormativer wertvorstellung der frau: unrein , im religiösen sinne, unberechenbar weil anders tickend, mysteriös, weil männer sich grundsätzlich nicht die mühe machen über das andere geschlecht nachzudenken (auch hier wenige ausnahmen)!

    Aber um zum schluß zu kommen: konstantin, du mußt deine nase nicht in eine "muschi stecken! Also mußt du auch nicht den angeekelten spielen!
    Das sollten wir schwulen den heterojungs überlassen, die, auch nicht ihre nase in den arsch des nächsten mannes stecken müßen; ergo auch nicht angeekelt die nase rümpfen brauchen. Was sie aus überdruß und verdrängung aber eben immer wieder tun. Das sollte uns zu denken geben!^^

    @atlana: Aber zum Schluß habe ich noch eine Überlegung – es gibt ohnehin schon so viele Leute, die Homosexualität für eine Störung gegenüber einem gegengeschlechtlichen Partner halten. Da wundert es mich dann schon, daß man als Schwuler oder als Lesbe hingeht und breittritt, was Heteros nicht verstehen, denn jemandem, der diese Störungsthese hat, ist Ekel als so starkes Gefühl ja geradezu ein Beweis für die Störung.
    Störungsthese hin, ignoranz her; beides lässt sich entsprechend den gewollten ergebnissen verwenden. Man kann aber sagen: aus der zwangsweisen fokussierung der geschlechteridentitäten, lässt sich ein "krankhaftes abwehrbild " ableiten. Erst die zwangsheterosexualität machte aus den anderen möglichkeiten eine neurotische struktur!
    Dies erkennen um zu überwinden , wäre in eurer diskussion angebracht gewesen.
    Schade das nicht!
    Aber was nicht ist, kann ja noch werden...
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