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Einzelkommentar zu:
Halbnackter Tarzan-Nachwuchs gesucht


#2 SaschaAnonym
  • 30.03.2008, 00:46h
  • Was interessiert uns bitte eine - wie fast alle anderen Fernsehformate auch - aggressiv heteronormative Sendung, die auch als bessere Hetero-Dating-Show durchgehen könnte???

    Es gibt ganz bestimmt wichtigere Themen, über die man berichten könnte, z. B. wie der Sender RTL in seiner täglichen Serie "Alles was zählt" ungebremst vor jungem Millionenpublikum schwule Männer, ein schwules Coming Out und schwule Identität ins Lächerliche zieht!

    Aber ich sehe schon, weshalb bei dieser Art der Verunglimpfung von Homosexuellen keine Protestwelle wie bei Sizzla und Bounty Killer anrollt - obwohl die Wirkung auf Hunderttausende junge Zuschauer mindestens ebenso verheerend sein dürfte:

    Die Verantwortlichen bei RTL sind ja weder aus Jamaika noch haben sie eine dunkle Hautfarbe...


    www.schwulst.de/cgi-bin/news.cgi?show=1209102095

    "Schwulsein ist nur eine Phase. Etwas, wozu man gewissermaßen von anderen verleitet oder "verführt" wird. Gleiches gilt für ein schwules Coming Out. Dass man als junger Mann hier und jetzt auf sexueller und partnerschaftlicher Ebene nichts mit Frauen anfängt, hat ja nichts zu bedeuten. In in ein paar Wochen kann das schon ganz anders aussehen. Eben dann, wenn DIE Richtige endlich auf der Bildfläche erscheint. Dann hat man sich zwar mal in einen anderen Mann verliebt und einfach so zum Spaß sein schwules Coming Out vom Zaun gebrochen. Aber das ist ja nur Teil des ganz "normalen" Ausprobierens auf dem Weg zum normalen Hetero-Leben.
    Klingt nach einer ziemlich guten Zusammenfassung der wohl am häufigsten verbreiteten homofeindlichen Vorurteile, mit denen junge Homosexuelle bei ihrem inneren und äußeren Coming auch heute noch schwer zu kämpfen haben, oder?! Gedankengut, von dem man sich wünschen sollte, dass es im 21. Jahrhundert schon lange auf den Müllhaufen des unrühmlichen Teils der Menschheitsgeschichte verbannt wurde?! Nicht ganz, denn eben diese Botschaft ist es, die von der erfolgreichen RTL-Soap "Alles was zählt", noch im Februar mit dem Szenepreis des Homo-Magazings "Blu" ausgezeichnet, gerade einem jungen Millionenpublikum verklickert wird. Sei es zur Aufpeppung der ansonsten recht faden Hetero-Geschichten oder als Ergebnis zumindest unterschwelliger Homophobie der Programmverantwortlichen (soll immer noch weiter verbreitet sein, als man denkt): Das, was da in den letzten Wochen mit der Figur des Deniz geschieht, ist eine inakzeptable und gefährliche Verunglimpfung schwuler Identität..." (Weiterlesen: siehe obiger Link)
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