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  • 26. März 2008 20 2 Min.

Essen (queer.de) - Die anhaltenden Proteste gegen den für Donnerstag geplanten Auftritt des jamaikanischen Dancehall-Sängers Bounty Killer in Essen haben Wirkung gezeigt. Das Konzert am 27. März fällt definitiv aus, teilten die Tourveranstalter um Solid Rock Music mit. Nach dem Jugendzentrum gab nun auch die Weststadthalle dem homophoben Hass-Musiker einen Korb.

Ingo Penkwitt, Chef des Essener Immobilienmanagements, kündigte nach Protesten von Schwulen- und Lesbenorganisationen sowie Berichten in der lokalen Presse am Dienstag den Vertrag mit den Veranstaltern. Zuvor hatten auch Vertreter der Stadt sowie der grüne Bundestagsabgeordnete Kai Gehring bei der Weststadthalle interveniert. Dem Vernehmen nach versuchten die Veranstalter vergeblich, in Wuppertal einen Ausweichort für das Bounty-Killer-Konzert zu finden.

Noch immer nicht abgesagt sind dagegen die Auftritte des Hasssängers am Freitag in München sowie am 9. April in Berlin. Der Münchner Veranstaltungsort Backstage spielt offensichtlich auf Zeit. Auf der einen Seite hatte er sich von einigen Texten Bounty Killers distanziert und eine Erklärung verlangt, dass keine diskriminierenden und beleidigenden Songs zur Aufführung kommen, auf der anderen Seite beschimpft er jedoch auf seiner Homepage die Münchner Abendzeitung, die kritisch über das Bounty-Killer-Konzert berichtet hatte.

Die Berliner Kulturbrauerei wartet unterdessen noch immer auf die geforderte persönliche Distanzierung des Sängers. "Sollte sich der Künstler (...) nicht persönlich im Vorfeld zu den erhobenen Vorwürfen äußern und sich verbindlich davon distanzieren, wird das Konzert von unserer Seite aus definitiv abgesagt werden", hatte die Kulturbrauerei mitteilen lassen.

Auf eine solche Distanzierung dürften die Berliner allerdings recht lange warten: So teilte Solid Rock Music der WAZ mit, sie akzeptierten den Beschluss Bounty Killers, "sich bisher nicht einer öffentlichen Distanzierung anzuschließen, wie es andere Artists in England getan haben". (cw)

-w-

#1 ManuelAnonym
  • 26.03.2008, 16:22h
  • Bleibt noch das ätzende Konzert von Hass-Sänger "Sizzla" am 19. Mai in der Dortmunder Live-Station. Die Community ruft noch immer zum Protest gegen das Konzert auf!
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#2 weiter machenAnonym
  • 26.03.2008, 17:07h
  • und die Konzerte in München und Berlin von BK.
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#3 FloAnonym
  • 26.03.2008, 17:54h
  • Schön, dass Essen und Wuppertal offenbar klüger sind als Berlin und München!!

    Und schön auch, dass Politik und Engagement selbst gegen morallose Veranstalter etwas bewirken können.

    "auf der anderen Seite beschimpft er jedoch auf seiner Homepage die Münchner Abendzeitung, die kritisch über das Bounty-Killer-Konzert berichtet hatte."

    Das zeigt, wie die denken. Sie fordern für sich künstlerische Freiheit, wollen aber die Freiheit der Presse nicht akzeptieren, wenn sie ihnen nicht passt. Das zeigt: denen geht es nur um ihren eigenen Verdienst und alles andere ist denen egal.
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