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- 02. April 2008 2 Min.
Grund: Immer mehr junge Ladyboys lassen sich für umgerechnet etwa 100 Euro die Hoden entfernen, um weiblicher zu wirken.
Von Micha Schulze
Lek hatte lange gespart, bis er endlich 5.000 Baht (etwa 100 Euro) für die Operation zusammen hatte. Ende April, gleich nach den Feierlichkeiten zum thailändischen Neujahrsfest Songkran, wollte sich der 20-jährige Ladyboy aus Phitsanulok in einer privaten Klink in Bangkok die Hoden entfernen lassen. "Mein Traum ist natürlich eine komplette Geschlechtsanpassung", sagt Lek, "aber die kann ich mir nicht leisten". Die Kastration, so hofft er, mache ihn zumindest "als ersten Schritt deutlich weiblicher als ich es jetzt bin".
Doch aus Leks Operation wird nichts: Ab heute und auf unbestimmte Zeit dürfen in thailändischen Krankenhäusern und Arztpraxen keine Kastrationen mehr durchgeführt werden. Dies hat das Gesundheitsministerium am Dienstag angekündigt. Ärzte, die trotz dieser Anordnung in einer Operation die Hoden eines Mannes entfernen, müssen mit einer Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr und/oder Geldstrafe von bis zu 20.000 Baht (etwa 400 Euro) rechnen.
Mit der Anordnung folgte das Gesundheitsministerium einer Forderung von Thailands Homo- und Transgendergruppen. Laut Natee Teerarojjanapongs von der "Gay Political Group of Thailand" ließen sich in den letzten Monaten immer mehr junge und auch minderjährige Ladyboys von aggressiver Werbung privater Kliniken für die Kastrations-OP beeinflussen. "In der Hoffnung, weiblich zu werden, gehen sie dabei große Gesundheitsrisiken ein." Auch Thailands Ärztekammer verurteilte die Kastration junger Transsexueller als "unethisch". Die Operation könne Hormonwachstum und die körperliche wie geistige Entwicklung stark beeinträchtigen.
Bereits in der vergangenen Woche durchsuchte die Polizei die Büros der Bangkoker Pratunam Kanpaet Clinic, der vorgeworfen worden war, auch minderjährige Ladyboys zu kastrieren. Beweise dafür wurden jedoch nicht gefunden. Nach Angaben des Besitzers der Klinik, Dr. Thep Vejvisit, wurden dort seit 2004 über 500 Kastrationen an Männern über 20 Jahren durchgeführt. Darunter seien auch Patienten aus England, Japan und den USA gewesen, die ebenfalls nur etwa 100 Euro für die Entfernung ihrer Hoden gezahlt hätten.
2. April 2008















Ich fürchte die geistige Entwicklung ist bei disen Männern bereits schwer beeinträchtigt, da können sie sich ruhig auch noch die Eier abschneiden lassen, Hauptsache ich muss für die Folgen nicht zahlen!
Gibts das auch bei Frauen die sich dafür dann die Brüste etc entfernen lassen?? Naja vermutlich mal wieder das klügere Geschlecht...