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- 04. April 2008 2 Min.
München (queer.de) - Der Auftritt des jamaikanischen Hassängers Bounty Killer Rodney am vergangenen Freitag im Münchner Backstage wird auch den Stadtrat beschäftigen.
Die Abgeordneten Lydia Dietrich (Grüne) und Thomas Niederbühl (Rosa Liste) erkundigten sich in einer Anfrage, warum sich der Musiker trotz Einreiseverbot in Deutschland aufgehalten hat, ob das Kreisverwaltungsreferat (KVR) ein Verbot des Auftritts geprüft hat und wie das KVR generell mit volksverhetzenden und zu Straftaten auffordernde Auftritten von Künstlern umgehen will.
"Wer offen gegen Schwule hetzt und zur Gewalt aufruft, darf in München keine Bühne haben", begründete Niederbühl die Anfrage. "Wir erwarten, dass die Stadtverwaltung alle Möglichkeiten ausschöpft um derartige Auftritte zu unterbinden. Die Freiheit der Kunst darf nicht zu verbalen Exzessen gegen Minderheiten missbraucht werden."
Bereits in den zwei Wochen vor dem Auftritt von Bounty Killer hat Rita Braaz nach eigenen Angaben für Rosa Liste versucht, den Veranstalter zu einer Absage zu bewegen. Der Veranstalter war dazu jedoch nicht bereit und begnügte sich mit einer Erklärung des Sängers und seines Managements, dass dieser keine Gewaltaufrufe gegen Schwule auf die Bühne bringt. "Der scheinbare Kompromiss hat nicht getragen", sagte Braaz, die bei dem Konzert anwesend war: "Immer wieder waren die Schimpfwörter für Schwule hörbar. Politisch müssen wir unbedingt bei der Forderung nach Auftrittsverboten für solche Hasssänger bleiben."
Ob das Nachspiel im Stadtrat fruchten wird, zeigt sich spätestens im kommenden Monat: Für den 23. Mai ist in München ein Konzert von Sizzla Kalonji geplant, der in mehreren Songs ebenfalls zum Mord an Schwulen aufruft. (pm)















Das zeigt doch wieder mal, dass es den Veranstaltern und den Reggaetypen nur um Kohle geht: die versprechen, dass es keine homophoben Texte geben wird und dann gibt es sie doch. Deren Aussagen sind keinen Pfifferling wert.
Kommen sich diese peinlichen Reggaesänger nicht erbärmlich vor, wenn sie heute so und morgen so reden, alles nur um ihre Einnahmen nicht zu gefährden?!
Da Veranstalter und Reggaesänger nicht bereit sind, sich zu ändern, muss es eben boykottiert und juristisch verboten werden. Dann bekommt man sie beim einzigen, was sie verstehen: GELD!!!
Da entgegen der Zusicherung des Veranstalters doch gegen Schwule gehetzt wurde, sollte gegen den Veranstalter ebenso wie gegen den Reggaesängr Anzeige wegen Volksverhetzung gestellt werden... Man sollte zumindest die Einnahmen des Konzerst abschöpfen und Anti-Gewalt-Projekten zukommen lassen. Dann werden sich die Veranstalter endlich ändern...