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- 07. April 2008 3 Min.
Reisende kommen schnell in Teufels Küche, wenn ihre Wahl auf die falsche Airline fällt.
Von Dennis Klein
Die Kölner Ingo und Daniel hatten sich auf ihren Weihnachtsurlaub in Thailand gefreut. Das Pärchen wollte dem deutschen Sauwetter entfliehen und an asiatischen Stränden romantisch Cocktails schlürfen. Doch daraus wurde nichts: Eine Woche vor ihrem Abflug rief das Reisebüro aus Köln-Ehrenfeld (reichlich spät) an und verkündete, dass ihre Fluggesellschaft – die iranische Mahan Air – schon seit Monaten nicht mehr in der EU landen dürfte. Der Flug sei deshalb storniert. Zum Glück ergatterten die Endzwanziger noch ein Last-Minute-Ticket nach Mexiko – dort machte der sonst so schüchterne Ingo seinem Daniel einen spontanen Heiratsantrag zwischen Tacos und Tequila.
Auch wenn’s hier ein Happyend gab – Ingo und Daniel hatten vor den besten Tagen des Jahres immensen Stress und sahen schon ihren Urlaub dahinsiechen. Durch die späte Mitteilung konnten sie auch ihre Hotelbuchungen in Thailand nicht mehr stornieren – das Reisebüro erstattete die Kosten schließlich nach einigem Murren. Auf die Erstattung des Ticketpreises warten sie aber noch heute. Eigentlich müsste Mahan Air dafür aufkommen – die Fluglinie ging aber auf Tauchstation.
Dieser Fall zeigt: Nicht jedes Schnäppchen ist wirklich eines. Es muss nicht gleich zum Äußersten kommen, um die Stimmung zu vergiften. Manche Fluglinien haben chronische Verspätung, andere unbequeme Sitze und nicht wenige unfreundliche Stewardessen. Auch an einigen Flughäfen gibt es Probleme: So werden in Moskau Teile des Airports mit dem etwas betagten Betriebssystem "Windows 95" gesteuert. Und das stürzt so oft ab, dass so mancher im Hotel übernachten muss, weil einfach keine Transfer-Tickets ausgestellt werden können.
Im Internet gibt es Abhilfe: Auf Bewertungsseiten berichten Flugkunden tagesaktuell von Fehltritten der Airlines – oder spenden Lob für die kleine zusätzliche Aufmerksamkeit wie den Extraschuss Whiskey in der Bord-Cola. Auf der Titelseite von www.airlinetest.de werden immer die fünf am meisten gelobten Fluggesellschaften aufgelistet.
Auch durch die EU ausgesprochene Landeverbote können im Internet abgerufen werden. Hier versammeln sich Anbieter aus eher dubiosen Staaten wie Nordkorea, Ruanda oder Kongo. Wer es wagt, einen Flug mit einer Airline aus einem exotischen Land zu buchen, sollte auf dieser Seite auf jeden Fall nachschauen.
Die Verbote beruhen eigentlich auf Sicherheitsbedenken der EU. Ist ein Staat der Union feindlich gesonnen, könnten aber auch politische Gründe hinter einem Landeverbot stecken. So wird gemutmaßt, dass die private Mahan Air wegen politischer Unstimmigkeiten mit dem Iran nicht mehr nach Europa fliegen darf. Offizieller Grund ist ein fehlendes Kollisionswarnsystem. Allerdings hat die Airline auf internationalen Flügen Airbus-Maschinen einer deutschen Fluggesellschaft geleast, die mit diesen weiter fliegen darf.
Ingo und Daniel haben ihre Lehre aus dem Desaster gezogen. Im Sommer feiern sie ihre Flitterwochen in Thailand. Einen Flug haben sie (bei einem anderen Reisebüro) bereits gebucht. Diesmal aber mit der Lufthansa.
7. April 2008
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Trotzdem wünsche ich Euch/Uns allen einen schönen und im positiven Sinn, unvergesslichen Urlaub 2008. Bitte auch heil und gesund wieder kommen:)))))))
Euer Rabauke:)