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  • 07. April 2008 11 1 Min.

Osnabrück (queer.de) - Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) wird beim Katholikentag in Osnabrück (21.-25. Mai 2008) gemeinsam mit dem Ökumenischen Netzwerk Initiative Kirche von unten (IKvu) mit einem eigenen Zentrum und einer Vielzahl von Veranstaltungen vor Ort sein.

"Was im Alltag in Gemeinden und beim Katholikentag möglich ist, klingt in Verlautbarungen der Amtskirche häufig ganz anders", so die Gruppe in einer Pressemitteilung. "Diskriminierungen von Lesben und Schwulen sind dort nach wie vor an der Tagesordnung. Häufig in versteckter Form. So etwa wenn Papst Benedikt XVI. den Schutz der Ehe durch Verhinderung rechtlicher Regelungen für gleichgeschlechtliche Paare als Maßnahme für den Weltfrieden ausruft."


Ziel des Engagements in den 80er Jahren sei es gewesen, von den Kirchen als Christen wahrgenommen zu werden. Jetzt gehöre eine Präsenz der Gruppe im Programm und auf der Kirchenmeile fast schon selbstverständlich dazu. Möglich werde das dadurch, dass der Katholikentag federführend von einer Laienorganisation organisiert wird.

Das Programm bietet neben Diskussionsveranstaltungen über "Gleiche Pflichten, Gleiche Rechte", "Sexuelle Gewalt in der Kirche" und "Ökumene mit Weitblick" auch Gottesdienst, Gebetszeiten und ein Chor-Festival. (pm)

-w-

#1 gerdAnonym
  • 07.04.2008, 18:09h
  • Zwischen dem Katholikentag und der Leitung in Rom bestehen Welten. Auf dem Katholikentag sind homosexuelle Gruppen wie die HuK mittlerweile fest etabliert. Und endlich werden auch zumindest einige katholische Bischöfe überzeugt, die Verständnis für homosexuelle Paare und deren gesellschaftlichen Forderungen aufbringen. Dies gilt beispielsweise für den katholischen Erzbischof Zollitsch aus Freiburg. Zollitsch erklärte, er sei mit staatlichen Regelungen zu Lebenspartnerschaften einverstanden und unterstütze dies. Dies ist ein grosser Fortschritt für einen kahtolischen Bischof: solche Äußerungen gab es vor 20 Jahren in den Reihen der katholischen Bischöfe nicht.

    Während die evangelischen Bischöfe der EKD schon seit vielen Jahren das staatliche Lebenspartnerschaftsinstitut bereits seit dessen Einführung unterstützen, kam von katholischen Bischöfe Fundamentalopposition. Heute zeigen sich zumindest einige Bischöfe offener und ehrlicher ("gilt aber nicht für alle Bischöfe und auch nicht für den jetzigen Papst", der eher zu den Hardlinern zu rechnen ist, wie auch beispielsweise Bischof Meissner aus Köln").

    Aber weiterhin gilt: in der katholischen Kirchenwelt besteht dringender Reformbedarf: anderer Umgang mit homosexuellen Paaren und der Unterstützung des Lebenspartnerschaftsinstituts, freiwilliges Zölibat des Klerus, wo Priester auch heiraten können, veränderte Sexuamorallehre bei Kondomen, usw.). Letzlich die dringendeFrage nach der Zulassung von Frauen als Priesterinnen.
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#2 KonstantinEhemaliges Profil
  • 07.04.2008, 18:16h
  • Ich werde es wohl nie verstehen, warum manche Schwule es für erstrebenswert erachten, sich bei diesem reaktionären Haufen (Kirche) anbiedern zu müssen! Was "die Kirche" von mir, bzw. (meiner) Homosexualität hält, geht mir Lichtjahre am Arsch vorbei!
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#3 wolfAnonym
  • 07.04.2008, 18:46h
  • @gerd
    warum gab es wohl den reformator martin luther ?
    scheint so, als hätte sich nichts geändert, allein diese tatsache spricht für sich ! eigentlich eine lachnummer, wenn es nicht so bitterböse wäre !
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