https://queer.de/?8555
- 08. April 2008 1 Min.
San Francisco (queer.de) - Ein Berufungsgericht in San Francisco hat es einer Website für WG-Interessenten untersagt, die Bewerber nach ihrer sexuellen Ausrichtung zu fragen. Auf der Seite Roommates.com mussten Bewerber für ein WG-Zimmer angeben, ob sie hetero-, bi- oder homosexuell sind. Auf der Seite sind über 100.000 Menschen registriert, die ein WG-Zimmer suchen.
Die Richter entschieden mit acht gegen drei Stimmen, dass die Frage nach Homosexualität als Ausschlussgrund genauso diskriminierend ist wie die nach der Rasse oder zum Beispiel dem jüdischen Glauben. "Roommates.com fragt nicht nur danach, es macht diese diskriminierende Frage zum Pflichtfeld", so Richter Alex Kozinski in der Begründung. Roomate.com-Anwalt Timothy Alger kritisierte die Entscheidung scharf: "Die Art, wie Bürger ihre Mitbewohner suchen, geht den Staat nichts an", so Alger. (dk)














"Den" Staat vielleicht nicht, aber einen demokratischen Rechtsstaat unbedingt, denn hier geht es um eine der grundlegenden Daseinsfunktionen des Gemeinwesens, eben Wohnen! Und da darf es auch im Internet keine Diskriminierung auf Grund der sexuellen Orientierung geben.