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  • 09. April 2008 20 2 Min.

In Kopenhagen gibt es nun eine eigene Grabstätte für Homosexuelle. Bislang ist Platz für 45 Urnen.

Von Dennis Klein

Zu Lebzeiten scheinen sich Schwule eher bei Grand-Prix-Partys als im Fußballstadion rumzutreiben. Warum sollen sie dann nicht auch nach dem Tod in angenehmer Gesellschaft verweilen, fragte sich Pfarrer Ivan Larsen aus Kopenhagen. "Wir haben unsere eigenen Plätze, an denen wir uns treffen und amüsieren können – Schwulenbars und so weiter. Deswegen wollten wir auch eine eigene Grabstelle", erklärte der Pfarrer im dänischen Rundfunk. Und gründete daher den Verein Regnbuen (Regenbogen).

Für 2.500 Kronen (335 Euro) erhalten schwule und lesbische Vereinsmitglieder dafür einen schmucken Urnenplatz für die Zeit nach der Rente. Diesen hat Regnbuen in einem Kopenhagener Friedhof reserviert, in dem auch die "Schwester" Hans Christian Andersen begraben ist. Die letzte Ruhestätte hat bislang Platz für 45 Verblichene. Der kleine abgetrennte Homo-Ruheplatz ist mit Kieselsteinen ausgelegt, am Rande sind in Dreiecksform Blumen gepflanzt. Daneben steht ein großer Grabstein, auf dem sich die Regenbogenflagge befindet. "Das Dreieck ist unser altes Symbol, aber auch ein Symbol unseres Leidens", so Larsen, der daran erinnerte, dass Schwule in nationalsozialistischen Konzentrationslagern rosa Winkel tragen mussten.

Das "Familiengrab" für Schwule und Lesben

Mit dem Homo-Grab will sich Larsen, der bereits für sich und seinen Partner Ove Carlsen ein Plätzchen reserviert hat, nicht von der Hetero-Welt absetzen. Er sieht es vielmehr als eine Ruhestätte im Kreise seiner Familie an: "Wir wollen uns nicht isolieren, sondern finden es wichtig, zusammen zu sein. Wir sehen das als Familiengrab an. Eines, um das sich unsere Familie auch kümmern wird."

9. April 2008

-w-

#1 JanAnonym
  • 09.04.2008, 18:29h
  • Ich finde es unglaublich, dass es das gibt und es dann noch mit einer Schwulenbar zu vergleichen.
    Schwule sollten offensiv zeigen, dass sie in der Mitte der Gesellschaft stehen und nicht am Rand. Ich bin kein Christ, aber da es nunmal die meisten Menschen sind, frage cih mcih schon:Ist nicht eine wichtige Botschaft, dass alle Menschen vor Gott gleich sind?
    Das ausgerechnet Schwule sich durch solche Aktionen selbst stigmatisieren...mich lässt es schaudern.
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#2 seb1983
  • 09.04.2008, 18:51h
  • Da muss man sich ja für schämen, wie kann man auf so eine Idee kommen, ist Herr Larsen zufällig Südafrikaner???
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#3 El FuerteAnonym
  • 09.04.2008, 19:36h
  • Mal ernsthaft, muss das sein? Wie weit soll die Abgrenzung eigentlich noch gehen??
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