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Kommentare zu:
Dieter Stolte: Homos = Werteverfall


#21 LukeAnonym
  • 14.04.2008, 17:32h
  • Mal ehrlich: So wie Homosexualität im öffentlich-rechtlichen Fernsehen dargestellt wird (Verbotene Liebe, Marienhof, oder wie der ganze Siff heißt) da stimmt das mit dem Werteverfall.

    Das Problem, lieber Herr Stolte, ist, dass diese Darstellung von Homosexualität reine Fiktion ist und nichts mit der Realität zu tun hat. In den oben genannten Serien und auch einigen Filmen werden Homos meist als debile, psychisch Kranke, Kriminelle oder Junkies dargestellt. Schön alles zusammen werfen, mal gut durch schütteln und die ganze Soße dann mit einem guten Schuss Doppelmoral und Scheinheiligkeit mit Gebühren finanzierten Filmchen und Serien dem Publikum zum Fraß vorwerfen. Klar, dass da selbst der Verantwortliche denkt, das ist Realität. Das Schlimme ist, dass wir solche Idioten jahrelang finanziert haben und ihnen jetzt auch noch eine fette Rente zukommen lassen.
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#22 MichelAnonym
  • 14.04.2008, 17:59h
  • was er sagt stimmt ja, aus der Not herausgeboren sich selbst zu sein, ist es nun mal notwendig die Norm zu durchbrechen. Was ja auch gut ist. Nur weils ihm nicht passt (wieso eigentlich?) heisst es nicht das es schlecht sein muss. Wegen solchen Typen müssen ja die Normen gebrochen werden. Wäre ja furchtbar langweilig wenn die Welt nur aus christlichen, einheitsbreiigen, Anzugträger bestünde (würg). Wie heissts? Vielfalt statt Einfalt, oder so.
    Bussi
    Michel
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#23 wolfAnonym
  • 14.04.2008, 18:31h
  • das kann herr stolte doch haben, er braucht doch nur mit gutem beispiel vorrangehen !
    verzicht auf seine pension, mit kleiner grundverorgungsrente in einem idyllischen schrebergarten ( mit dauergrillenden nachbarn und vereinsordnung!) und "alles wird gut!"

    man muss sich wirklich fragen, wo dieser mann gelebt hat, auf dem mond ?
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#24 ALEXANDRAAnonym
  • 14.04.2008, 18:41h
  • ...50er jahre...

    nach dem krieg ist vor dem krieg.
    die wollen mehr sparta als athen.

    mehr wehrtüchtigkeit, mehr kontrolle (vieoüberwachung), gelbe gewerkschaften

    de.wikipedia.org/wiki/Gelbe_Gewerkschaft

    immer mehr uniformen in tv und kino.
    grundströmung: steigender nationalismus.
    hintergrundrauschen: verstärkt christlich-jüdisches abendland.
    fernziel: asien
    die sehnsucht: märkte, bodenschätze

    machen die russen auch: orthodox
    die amerikaner: evangelikal, taugt für transatlantik.
    der chinesische nationalismus wird gerade gestärkt.
    shaolin und atomraketen schließen sich nicht aus.

    de.youtube.com/watch?v=_NB448iZxvM
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#25 HannibalEhemaliges Profil
  • 14.04.2008, 18:46h
  • Die Äußerungen des Herrn S. erinnern mich doch irgendwie sehr stark an das reaktionäre Gebrabbel der Eva B. ... sorry Hermann!
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#26 antosAnonym
  • 14.04.2008, 18:55h
  • @ Herbert

    Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen. - Höchstens meine Verwunderung darüber, dass es hier tatsächlich Leute gibt, die auf eine solche abgeschmackte 'Werte-Debatte' auch noch eingehen.
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#27 antosAnonym
  • 14.04.2008, 19:07h
  • @ ALEXANDRA

    Schade, dass Du nicht mehr lebst und dem Herrn Stolte daher auch nicht erzählen kannst, wo der Zigeunerjunge, dessen Fernbleiben Du so wundervoll deutsch-melancholisch beklagst, denn eigentlich abgeblieben ist. Es blieb alles leer, so Du, und Du weintest so sehr und von der lustigen Feuerstelle war am Ende nur noch Asche übrig. Na, wengistens gibts hier keine Rastas, die behaupten, er wäre vom bösen Chichiman gefickt worden.

    de.youtube.com/watch?v=_stezlt6YKw
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#28 hwAnonym
  • 14.04.2008, 19:15h
  • @ antos

    nun, ganz sicher bin ich mir nicht, aber es könnte daran liegen, dass die börsennotierungen für
    simulationen der schön-wetter-demokratie kriseln.
    mit verwunderung mußte ich feststellen, daß "die
    welt" für ihre leser zum volltext des manifstes
    verlinkt. (am ende des artikels).

    www.welt.de/politik/article1897491/Linke_nimmt_Kommunisten-M
    anifest_ins_Programm.html


    "...wonach die Bourgeoisie und das Kapital „die persönliche Würde in den Tauschwert aufgelöst und an die Stelle der zahllosen verbrieften und wohl erworbenen Freiheiten die eine gewissenlose Handelsfreiheit gesetzt“ haben..."

    haben wir verbriefte und wohlerwobene freiheiten ?
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#29 KonstantinEhemaliges Profil
  • 14.04.2008, 19:15h
  • Auch ein schönes Interview mit Herrn Stolte.
    "Bei UNS sieht man keine Sauereien" *LOOOOL*

    www.zeit.de/2000/38/Bei_uns_sieht_man_keine_Sauereien?page=1

    Ich glaube fast, genau aus DEM Grund ist der alte Mann sexuell unausgegleichen und lässt seinen aufgestauten Frust an uns Homos aus!

    Lieber Dieter: Wenn du Tipps für ein paar so richtig säuische Filme brauchst (die man in DEINEM ZDF ja leider nicht zu sehen bekommt), wende dich gerne an mich! Wirst sehen: danach wirst du VIEL entspannter sein. Versprochen!
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#30 SchorschAnonym
  • 14.04.2008, 19:19h
  • WELT Dir Deine Meinung!

    Ach du je...da hat wohl der Beißreflex die Oberhand gewonnen in den intellektuellen Kreisen der Redaktion! (War es das Feuilleton oder das Ressort Gesellschaftspolitik?) Wer des Deutschen mächtig ist und sich auch nur den zitierten Ausschnitt ein einziges Mal durchliest, kommt nicht umhin festzustellen, dass hier keineswegs "Schwule mit Junkies verglichen werden".

    (Wer den ganzen Artikel liest, wird übrigens feststellen, dass er im Wesentlichen Platitüden und Binsenweisheiten zu einem bunten Strauß vereint. Das fröhliche ZDF-Wunschkonzert der Volkstümlichen Soziologie, gewissermaßen. Oder: Wagners BILD-Kolumne für Pseudo-Intellektuelle. WELT Dir Deine Meinung.

    Dass in weiten Teilen von Literatur, Kunst und Musik heute Inhalt durch Provokation ersetzt wird, ist unbestreitbar - und kommt eben daher, dass viele (wie offenbar auch die queer-Redaktion) nur noch zum reflexartigen Reagieren auf schnelle Reize fähig sind, nicht zum geduldigen, mühsamen Rezipieren von Inhalten und Zusammenhängen. Ebenso unbestreitbar ist, dass eine Einstellung, die Steuerbetrüger (also Kriminelle) zu Robin Hoods hochstilisiert, die Grundlagen der sozialen Gesellschaft sabotiert. Da jubeln Menschen über die Euros, die sie mal wieder durch Schwarzarbeiter-Handwerker daheim gespart haben, und beklagen sich gleichzeitig über steigende Kindergartenbeiträge.

    Allerdings scheint mir, dass sich bei Herrn Stolte im perspektivischen Rückblick ein ziemlich großer Zeitraum von den 70ern (Provokation als Selbstzweck) bis zum ersten Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts (Egozentrismus als Vorbild) zu einem Punkt verdichtet. Insofern aber ein sehr interessanter Beitrag.

    Ich empfehle in diesem Zusammenhang sehr einen Blick in die immer noch aktuelle Aufsatzsammlung "Mittelmaß und Wahn" von Hans Magnus Enzensberger, aus der Stolte hier - wenn ich das richtig sehe - auch zitiert. Texte wie "Die Freuden der Inkonsequenz" sind zeitlos gültig und übrigens auch formal-sprachlich makellos.
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