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- 16. April 2008 1 Min.
Washington (queer.de) - Papst Benedikt XVI hat bei seinem USA-Besuch in der Frage um den Zugang zum Priesteramt eine Unterscheidung zwischen Homosexuellen und Pädophilen gemacht. "Ich will in diesem Moment nicht über Homosexualität sprechen, aber über Pädophilie, was eine andere Sache ist", so der 81-jährige gebürtige Bayer. "Wir werden Pädophile auf jeden Fall vom Heiligen Dienst ausschließen. Es ist wichtiger, gute Priester zu haben als viele Priester. Wir werden alles tun, um diese Wunde zu heilen."
Anlass für die Aussage war der Skandal um sexuellen Missbrauch von Kindern durch katholische Priester in den USA. Die Kirche hat deshalb für Fälle seit 1950 zwei Milliarden Dollar an Schadenersatz zahlen müssen - das meiste Geld floss in den vergangenen sechs Jahren. Nachdem mehr und mehr Fälle bekannt wurden, hat sich Benedikt darauf konzentriert, schwule Priester aus dem Amt zu entfernen (queer.de berichtete). Im vergangenen Jahr gab die US-Kirche rund 700 Fälle von Missbrauch bekannt.
Der Papst wurde heute von Präsident George W. Bush im Weißen Haus empfangen. Er wird in den nächsten Tagen unter anderem Ground Zero besuchen und eine Rede bei den Vereinten Nationen halten. (dk)














