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- 17. April 2008 1 Min.
Potsdam (queer.de) - Die Universität Potsdam hat es der schwul-lesbischen Hochschulgruppe "QueerUP" untersagt, anlässlich des CSDs am Samstag eine Regenbogenfahne auf dem Campus zu hissen. Das Präsidialbüro der Uni erklärte das Verbot damit, dass "die Außenwahrnehmung der Hochschule in ihrer Gesamtheit vornehmlich auf hochschulpolitische Themen beschränkt sein sollte". Man wolle die schwul-lesbische Hochschulgruppe aber nicht diskriminieren, so eine Uni-Sprecherin.
Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) und auch die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Tolerantes Brandenburg protestierten scharf gegen die Entscheidung. "Die Absage des Präsidiums der Uni Potsdam setzt das falsche Signal", erklärte Carsten Bock von Tolerantes Brandenburg. "Heute sind es nur die Fragen der Akzeptanz und Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben, die hier ausgeklammert werden sollen, nur was wird das Präsidium der Uni Potsdam morgen zum Un-Thema der Hochschule erklären?".
Die CSD-Saison wird am 19. April mit 17 Veranstaltungen in Brandenburg eingeläutet. Schirmherrin der Veranstaltung ist Landessozialministerin Dagmar Ziegler (SPD). Die Regenbogenfahne wird seit mehreren Jahren am Potsdamer Stadthaus von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) gehisst. (dk)
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