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Kommentare zu:
Potsdam: Uni verbietet Regenbogenfahne


#11 TufirAnonym
  • 17.04.2008, 16:18h
  • "Wann wachen wir endlich auf und ändern unser verfehltes Selbstverständnis?"
    Das Selbstverständnis, eine Sonderrolle einzunehmen, scheint ja ganz gut angenommen zu werden. Schließlich wird bereits als "rückgratlose sesselfurzer", wer sich nicht bedingungslos auf unsere Seite schlägt.

    Eine Regenbogenfahne aus Anlass des CSD in prominenter Position wäre sicherlich begrüßenswert, bisher fehlt mir allerdings von der schwulen Seite eine rationale Begründung für einen (zumindest moralischen) Anspruch darauf.
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#12 hwAnonym
  • 17.04.2008, 17:00h
  • @ tufir

    wieso bedingungslos ? wie so unsere ?
    ich schlag mich auf die seite der studenten.

    was glaubst du welche stofflappen vor der uni hängen würden, wenn ein herrscher der letzten theokratie in europa, auch noch ohne wahlrecht, diesen ort der vernunft betreten würde ?

    oder mercedes dem uni-präsidium drei dienstfahrzeuge spenden würde ?

    rückgratlose sesselfurzer !
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#13 seb1983
  • 17.04.2008, 18:56h
  • "Tja, so langsam aber sicher nimmt der gesellschaftliche Rollback immer deutlicher sichtbare Formen an!"

    Ahhhhhja
    Wir erinnern uns wie in den 30er oder 40er oder 50er oder 60er oder 70er oder 80er oder 90er Jahren die Regenbogenflaggen an allen Universitäten wehten.....
    Was für ein Rollback dagegen heute mit Homoehe und seit neuestem 500.000 Euro Freibetrag bei der Erbschaft wie bei Heteropaaren und und und....
    Bei aller Kritik an bestehender Diskriminierung:
    Wie wärs wenn man mal in der Realität ankommt??

    Trotzdem schade dass die Uni nicht eingewilligt hat, aber wenn man hier bei uns mit der Verwaltung zu tun hat dann heißt es nach wie vor: Unter den Talaren der Muff von tausend Jahren...
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#14 TufirAnonym
  • 17.04.2008, 20:10h
  • @ hw
    "ich schlag mich auf die seite der studenten."
    Das ist schön für dich, in diesem Zusammenhang aber in erstaunlichem Ausmaß egal.
    Es geht darum, wozu sich die Uni öffentlich bekennt. Die Regenbogenflagge ist keineswegs ein Standardsymbol der Toleranz, das jeder, der nicht Freude an der Missachtung der Grundrechte hat, flattern lassen muss. Meine Frage, nach der rationalen Begründung für eine Verpflichtung zur Bevorzugung von Schwulen bleibt also stehen.

    "was glaubst du welche stofflappen vor der uni hängen würden, wenn ein herrscher der letzten theokratie in europa, auch noch ohne wahlrecht, diesen ort der vernunft betreten würde ?"
    Vermutlich die Deutsche Flagge? Oder vielleicht die entsprechende Ländervariante.

    "oder mercedes dem uni-präsidium drei dienstfahrzeuge spenden würde ?"
    Vermutlich die Deutsche Flagge? Oder vielleicht die entsprechende Ländervariante.
    Tatsächlich habe ich auf der Website der Uni auch keine Werbelogos gesehen. Aber vielleicht ist dein Monitor auch einfach größer.

    "rückgratlose sesselfurzer !"
    Auch wenn du es noch so oft wiederholst - das stimmt in diesem Zusammenhang halt nur genauso, wie es immer auf Verwaltungen zutrifft. Hat also nicht explizit etwas mit der Regenbogenflagge zu tun.
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#15 hwAnonym
  • 17.04.2008, 20:50h
  • verwaltungs-sesselfurzer !!!

    www.flaggenparadies.de/media/images/vatikan_thb.jpg

    mein bildschirm ist riesig !

    das mit dem banner war eine anregung, wobei natürlich für ein regenbogenbanner der ungemein günstige preis von einem € gelten müßte.

    Vortrag von Prof. Dr. Ingo Balderjahn mit dem Titel "Was ist Werbung und wie funktioniert sie?"
    ...Balderjahn erzählte, was getan wird, damit Werbung erfolgreich funktioniert. Dazu gehöre die Schaffung "cooler Marken" und Logos ebenso wie der Einsatz witziger Spots, toller Musik oder prominenter Persönlichkeiten. Seine Botschaft an die Kids: "Werbung informiert und ist notwendig, aber sie will auch verführen."

    www.uni-potsdam.de/portal/okt04/uniaktuell/kinderuni.html

    gibt es etwas schöneres, als zur toleranz zu verführen ?
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#16 KlausAnonym
#17 SaschaAnonym
  • 18.04.2008, 22:30h
  • @einige Vorredner:

    Mit einem neuen Selbstverständnis und -bewusstsein meine ich ein solches, das jede Form der Ungleichbehandlung und Diskriminierung homosexueller Menschen in dieser Gesellschaft konsequent und in aller Deutlichkeit ablehnt, uneingeschränkt gleiche Rechte einfordert und nicht etwa einer Perpetuierung der bestehenden Diskriminierung das Wort redet bzw. das Nichthandeln politischer und sonstiger gesellschaftlicher Akteure auch noch entschuldigt.

    Wer, wenn nicht die Hochschulen und Universitäten im Sinne einer dem sozialen Fortschritt und der menschlichen Vielfalt verpflichteten, kritischen Forschung und Lehre, sollte in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft gerade diskriminierten Gruppen besonderen Raum und eine starke Stimme geben???

    Wir selbst müssen in unserem Denken und Handeln endlich deutlich machen, dass Homophobie und damit auch Heteronormativität nicht etwa weniger Menschen verachtend sind als Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Sexismus und alle anderen Formen der Xenophobie, die ja nach den neusten Erhebungen gerade auch bei jungen Menschen wieder stark zunimmt.
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#18 TufirAnonym
  • 21.04.2008, 12:24h
  • @Sascha:
    "jede Form der Ungleichbehandlung...konsequent und in aller Deutlichkeit ablehnt" und "uneingeschränkt gleiche Rechte einfordert"

    Naja - bei der gleichen Behandlung fehlen einem halt auch uneingeschränkt die gleichen Rechte. Für mich liegt die Fehleinschätzung der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Tolerantes Brandenburgin diesem Fall weniger darin, dass es nicht "NUR um die Akzeptanz von Schwulen und Lesben" geht, sondern dass es GAR NICHT um die Akzeptanz von Schwulen und Lesben geht, weil darüber seitens der Uni keine Aussage gemacht wird (in diesem Zusammenhang ist die Überschrift auch irreführend, weil die Regenbogenfahne ja keineswegs verboten wurde).
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