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- 18. April 2008 1 Min.
Istanbul (queer.de) - Die Polizei hat eine Razzia in den Räumen der größten türkischen Homo-Gruppe in Istanbul durchgeführt. Die Behörden werfen der Organisation Lambda vor, die Prostitution zu fördern. Beschlagnahmt wurden mehrere Dokumente, darunter auch eine Liste von allen Mitgliedern der Organisation.
Außerdem hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren eingeleitet, in der sie der Gruppe vorwirft, "moralische Werte und die Familienstruktur" vernichten zu wollen. Ein erster Verhandlungstermin ist Ende April angesetzt.
Homosexualität ist in der Türkei nicht verboten, allerdings versuchen konservative Kräfte seit Jahren, über Moralgesetze die Arbeit von Homogruppen zu behindern. Bereits vor rund einem Jahr ging die Istanbuler Staatsanwaltschaft gegen Lambda vor (queer.de berichtete).
Zuvor hatte der Gouverneur von Ankara die Homo-Gruppe Kaos verboten. Dieses Verbot wurde 2005 aber von einem Verwaltungsgericht aufgehoben – es erklärte, dass Homosexualität weder illegal noch unmoralisch sei (queer.de berichtete). (dk)















"neue Gayreise-Portal für Istanbul" zwei Schlagzeilen über dieser zu meiden :-)