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https://queer.de/?8624
  • 22. April 2008 15 1 Min.

Paris (queer.de) - In Frankreich sorgt die geplante Einführung einer neuen Polizei-Software für Aufregung, in der die Beamten Verdächtige per Mausklick mit dem Merkmal "homosexuell" versehen können. Ein ähnliches Vorgehen war 2005 in mehreren deutschen Bundesländern auf Kritik gestoßen (queer.de berichtete). Nach Protesten wurde die Datensammlung teilweise wieder eingestellt (queer.de berichtete).

Die Polizeigewerkschaft hat die Auswahlmöglichkeit inzwischen als "skandalös" bezeichnet und eine Änderung der Software verlangt. Das französische Innenministerium verteidigte jedoch das neue Computer-Programm. Es stelle "keine Gefahr für die Freiheit" dar, so Innenministerin Michèle Alliot-Marie.

Ein weiteres umstrittenes Merkmal, das Polizisten zukünftig erfassen können, ist "permanent syndical" ("regelmäßig gewerkschaftlich aktiv"). Außerdem solle unter anderem eingetragen werden können, ob ein Beschuldigter obdachlos, behindert oder ein "Sektenanhänger" sei. (dk)

-w-

#1 hwAnonym
  • 22.04.2008, 16:05h
  • irgenwas bleibt von den kz-winkel-kategorien halt immer übrig. der christlich-abendländische kapitalismus-schleim, klebt auch an software, wie kaugummi.

    "homosexuell", "regelmäßig gewerkschaftlich aktiv"

    ist "us-regierunngsfreundlich", "kriegslüstern",
    "neoliberal" und "sozialdarwinistisch" auch umstritten ?
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#2 wolfAnonym
  • 22.04.2008, 16:26h
  • der konservative werteerhalt ist wichtig, also wird alles unternommen, ob legal oder illegal, die pfründe zu erhalten !
    ein gesellschaftliches umdenken könnte ja an den eigenen geldbeutel gehen !
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#3 FelixAnonym
  • 22.04.2008, 17:07h
  • Warum unterstellt die Schwulenpresse immer , dass die Gesellschaft und ihre Exekutive etwas gegen sie habe?

    Diese Datenerfassung macht die fortschrittliche und liberale französische Polizei doch nur, um homosexuelle und gewerkschaftsnahe Opfer von Gewalttaten zukünftig besser schützen zu können. Wenn die Daten dann zeigen, wo und wie Prävention ansetzen muss, dann arbeiten Innen- und Finanziminister sowie Sozialpolitiker milliardenschwere Programme aus und alles wird gut.
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