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  • 24. April 2008 8 2 Min.

Moskau (queer.de) – Der Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow hat den geplanten CSD verboten. Die Parade sollte anlässlich des 15. Jahrestages der Aufhebung des Homo-Verbotes aus Sowjetzeiten am 31. Mai stattfinden. Bereits in den vergangenen Jahren hatte Moskau die Demonstration untersagt. Bei einer Protestkundgebung kam es im letzten Jahr wieder zu Straßenschlachten, was zu massiver internationaler Kritik führte (queer.de berichtete).

"Der Stadtrat wird ohne Kompromisse agieren, um Versuche, solche Veranstaltungen abzuhalten, zu verhindern", erklärte Luschkows Sprecher Sergej Tsoi gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax. "Grund ist, dass die Gesellschaft mit großer Mehrheit gegen den schwulen Lebensstil und die schwule Philosophie ist." Tsoi erklärte, dass auch die von Ultranationalisten und christlichen Gruppen angekündigte Gewalt gegen den CSD zum Verbot geführt habe. "Es könnte ein Blutbad geben. Das will ja niemand", so der Sprecher.

Die CSD-Veranstalter erklärten, der Moskauer Bürgermeister verbiete aus purem Hass die Parade. Man werde aber mit allen Mitteln das Recht auf Demonstrationsfreiheit durchsetzen.

Interreligiöser Rat gegen CSD – Kritik von Volker Beck

Auch der Interreligiöse Rat Russlands hat sich kürzlich gegen den CSD aus (queer.de berichtete). Die Gruppe, die aus Vertretern des Christentums, des Islams, des Buddhismus und des Judentums besteht, forderte Thomas Hammarberg, den Menschenrechtskommissar des Europarates auf, den CSD nicht zu unterstützen.

Volker Beck, menschenrechtspolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, kritisierte die religiöse Gruppe scharf und nannte deren Appell eine "Unverschämtheit": "Meinungs- und Versammlungsfreiheit gehören zu den Grundrechten jeder demokratischen Gesellschaft", erklärte Beck. "Sie gilt unabhängig von der Mehrheitsmeinung einer Bevölkerung zu einem Thema. Auch die Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht, dass mit dem Appell des interreligiösen Rates mit Füßen getreten wird. Zur Religions- und Glaubensfreiheit gehört auch die negative Religionsfreiheit, also das Recht, nicht zu glauben." (dk)

-w-

#1 RbaukeAnonym
  • 24.04.2008, 16:14h
  • "Die Gruppe, die aus Vertretern des Christentums, des Islams, des Buddhismus und des Judentums besteht, forderte Thomas Hammarberg, den Menschenrechtskommissar des Europarates auf, den CSD nicht zu unterstützen."

    Das ist eine Provokation an die friedliebenden Buddhisten in aller Welt!!!!! Zu keiner Zeit und keinem Ort dieser Welt, haben wir Buddhisten etwas gegen Menschen und deren Sexualität!
    Was sind denn das für "Witzfiguren", die es sich erlauben, im Namen Buddha´s, hirnrissige Propaganda zu unterstützen?

    Es kommt einem so vor,als ob solchen Personen gar nichts mehr heilig ist! Eine Unverschämtheit!
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#2 hwAnonym
  • 24.04.2008, 16:46h
  • @ rabauke

    dies mag für die mehrzahl unserer buddhisten stimmen. ich möchte hier dann doch aber noch kurz
    auf die häßlichen abfälligen bemerkungen eines dalai lamas, ohne macht, über homosexuelle hinweisen.
    die gingen in die gleiche richtung wie oben. homosexualität sei nicht für "unsere(?)" kultur,
    sondern eher was für den westen...voll im club.

    solche bemerkungen sind nicht verwunderlich, vor seiner vertreibung aus tibet galten noch solche gesetzte (im 17. und 18 jhrh. in kraft gesetzt):
    das tibetische gesetz,

    Ein Satz in Artikel 3 des 13. Gesetzes sagt: "Personen aus der niedrigen sozialen Schicht, die jemanden
    aus der oberen Schicht widersprechen, sind zu verhaften."

    Artikel 4 des 13. Gesetzes sagt etwa: "Wer plündert, entführt, stiehlt und tötet, bewaffnete Raubüberfälle begeht oder gegen die Regierung rebelliert, erhält folgende Strafen: Augen ausstechen, Füße, Zunge oder Hände abschneiden, von einer Klippe stoßen, ertränken oder Exekution."

    Artikel 8 der 13. Gesetztes sagt: "Ein Bluttropfen von einem Mann aus einer hohen Gesellschaftsschicht ist ein Qian Silber wert, während der Tropfen Blut von einer Person aus der niedrigen Schicht nur ein Zehntel Qian Silber wert ist.

    im Archiv des Kulturpalasts der Nationalitäten unter der Nummer MC 10144 aufbewahrt ist, wurde 1947 von Drashi Choda unterschrieben. Darin verpflichtete er sich, seine Schwester zehn Jahre unbezahlt für einen Lharang arbeiten zu lassen, um so seine Schulden zurückzuzahlen.
    Es heißt dort: "Ich, Drashi Choda, gehöre dem Nari Kloster der Nari Manor. Ich habe 34 Khal und 3 Sheng Getreide vom Lharang Getreidespeicher ausgeliehen im Holz-Affen-Jahr. Die Zinsen dieses Betrags belaufen sich auf 6 Khal und 14,5 Sheng. Die Hauptschuld und die Zinsen betragen zusammen 40 Khal und 19,3 Sheng Getreide. Da ich nicht fähig bin, diese Schulden jährlich zurückzuzahlen, habe ich meine jüngere Schwester, die mit mir gute und schlechte Tage durchlebt hat, gebeten, für mich die Schulden abzuzahlen, in dem sie ab dem 12. Monat dieses Feuer-Hund-Jahrs 10 Jahre unbezahlt für das Lharang arbeitet." Der Vertrag legt ebenfalls fest: "Im Falle, dass Drashi Choda diesen Vertrag bricht, wird er gemäss den lokalen Gesetzen bestraft."

    wie dem auch sei, volker beck wird das richtige tun,
    unterstützen ,bzw. in die wege leiten. auch gegen buddhisten, wenn es solche sind, die etwas an der klatsche haben.
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#3 wolfAnonym
  • 25.04.2008, 09:25h
  • das beweist wieder nur allzu deutlich welche gefahr von diesen religionsvereinen ausgeht, ein unglaublicher missbrauch jeglichen glaubens !
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