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- 24. April 2008 1 Min.
München (queer.de) - Ein bayerisches Drama: Der Burschenverein Ismaning hat den schwulen Maibaum gestohlen, der am 1. Mai am Münchener Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz aufestellt werden sollte. Der 21-jährige Vereins-Vorsitzende Gregor Mülbel erklärte gegenüber dem "Merkur", er habe eine Anwohnerin dazu gebracht, die Tür zu öffnen und dann im Schutz der Nacht mit Hilfe von einem Dutzend Mitburschen den Baum in einen Lieferwagen verfrachtet. Das schwule Zentrum "Sub" muss nun Lösegeld zahlen: Die Burschen verlangen für den "Integrationsmaibaum" Bier und Brotzeit.
Das Klauen des Maibaums hat in Bayern Tradition. In der Regel wird das Diebesgut erst gegen Speis und Trank am 1. Mai feierlich wieder zurückgegeben.
Im Vorfeld des Deliktes hatte die CSU bereits angekündigt, den Maibaum klauen zu wollen. Das hat den Burschenverein offenbar angestachelt. Mitglieder observierten zwei Wochen lang den Künstler Robert C. Rore, der den Maibaum gestaltet hatte und auf ihn aufpasste. Rore zollte seinen Gegnern Respekt: "Des hams guat g‘macht", erklärte er, fügte aber hinzu: "Hund sans scho!" (dk)
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