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- 25. April 2008 2 Min.
Singapur (queer.de) - Ein Fernsehsender in Singapur wurde von der nationalen TV-Regulierungsbehörde mit einem Bußgeld belegt, weil er ein Homo-Paar zu positiv dargestellt hatte. Das Unternehmen MediaCorp-TV muss jetzt eine Strafe von 15.000 Singapur-Dollar (7.000 Euro) zahlen.
Der englischsprachige Kanal "Channel 5" hatte eine Folge der US-Dokuserie "Find and Design" gezeigt, die nach Ansicht der Behörde den "schwulen Lebensstil fördert". In der Reihe dekorieren Experten mit einem geringen Budget die Wohnungen oder Häuser von Familien. In der beanstandeten Folge hat ein Homo-Paar sein Allzweckzimmer in ein Kinderzimmer für ihr adoptiertes Baby umbauen lassen.
"Die Folge hat mehrere Szenen enthalten, in denen das schwule Paar mit ihrem Baby gezeigt wurde", so die Kritik der Behörde. "Die Moderatorin hat den Beiden außerdem gratuliert und sie als Familie bezeichnet… Der schwule Lebensstil und das unkonventionelle Leben sind als Normalität präsentiert worden. Das verstößt gegen die Regulierungsbestimmungen für frei empfangbares Fernsehen, die Inhalte verbieten, die den schwulen Lebensstil fördern, ihn rechtfertigen oder ihn als glamourös darstellen."
Der Sender musste bereits wiederholt Strafen für "Homo-Förderung" zahlen. Letztes Jahr verhängte die Behörde 5.000 Singapur-Dollar Bußgeld für die Ausstrahlung einer Folge der CBS-Serie "Without a Trace" (lief hier bei Sat.1 und Kabel 1). Hierin wurde der Kuss zwischen zwei Frauen gezeigt. (dk)
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