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- 29. April 2008 1 Min.
Haifa (queer.de) - Am Samstag hat die Polizei von Haifa eine Razzia in einer Schwulensauna durchgeführt und elf Männer verhaftet. Sie werden der Prostitution beschuldigt. Die Behörden argumentieren, die Sauna sei ein Bordell gewesen.
Die Homo-Gruppe Aguda protestierte scharf gegen die Razzia: "Zu sagen, dass dieser Ort Prostitutionsdienstleistungen anbietet, ist einfach dumm", so der Mike Hammel, Chef von Aguda zum israelischen Nachrichtenportal "Ynet". "Nur in Haifa kommen die Behörden zu einem Ort für Schwule, treiben Menschen hinaus wie eine Herde Tiere und werfen ihnen Prostitution vor."
Einer der verhafteten Saunagänger erklärte, er sei festgenommen worden, als er gerade mit einem anderen Mann (ohne Bezahlung) in einer Kabine gewesen sei. Die Polizisten hätten ihm gesagt, mit dem Bezahlen des Eintrittsgelds in Höhe von 50 Schekel (9 Euro) habe er sich des Erwerbs sexueller Dienstleistungen schuldig gemacht.
Ein Polizeisprecher erklärte, man habe genug Beweise gesammelt, um die Verhafteten zu überführen. "Das ist kein Eingriff in die Privatsphäre, sondern die Schließung eines Bordells." Die Polizei in Israel hat in den letzten Wochen bereits Dutzende Bordells schließen lassen, ging nun aber erstmals gegen eine Schwulensauna vor.
In Israel ist Prostitution zwar erlaubt, Bordellbetrieb ist allerdings illegal. (dk)















So geht es mit Israel bergauf!!!