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- 01. Mai 2008 1 Min.
Bremen (queer.de) - 450 Menschen haben nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa gestern gegen die Eröffnung des Evangelikalenkongresses Christival protestiert. Dabei habe die Gruppe eine Absperrung durchbrochen und einen Feuerwerkskörper abgefeuert. Dabei sei ein Polizist leicht verletzt worden. Christival war wegen eines mittlerweile abgesagten Kongresses von "Ex-Gays" in die Kritik geraten. Diese betrachten Schwule als krank und wollen sie "heilen". Christival-Chef Roland Werner hat bereits mehrfach gesagt, dass Schwule "gegen den Willen Gottes" verstießen. Auch von dem Festival betriebene Dämonisierung von Frauen, die abtreiben, wird vom Aktionsbündnis "No Christival" kritisiert.
Auch aus der Politik hagelt es Kritik: "Angesichts des homophoben Konsenses der Veranstalter des Jugendfestivals Christival hätte die Familienministerin von einer Schirmherrschaft Abstand nehmen sollen", erklärte Barbara Höll, schwulen- und lesbenpolitische Sprecherin derLinksfraktion im Bundestag, in Anspielung auf die Unterstützung von Ministerin Ursula von der Leyen (CDU). Ihre Forderung: "Die Vergabekriterien für Bundeszuschüsse sollten so geändert werden, dass die Bezuschussung an die Ächtung von Homophobie geknüpft wird." Auch SPD- und Grünenpolitiker äußerten Kritik.
Zu Christival werden bis Sonntag rund 15.000 junge Teilnehmer erwartet. Der Kongress wird hauptsächlich von evangelikalen Gruppen innerhalb der evangelischen Kirche organisiert, die eine aggressive Missionierung in Deutschland fordern und sich für eine konservative Familienpolitik einsetzen. (dk)









