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- 02. Mai 2008 2 Min.
Laut einer Studie des Hunter College sind nur 2,9 Prozent der erwachsenen amerikanischen Bevölkerung homo- oder bisexuell.
Diese Zahl stammt vom Knowledge Network, das online nationale Umfragen durchführt und bei dem auch die sexuelle Identität angegeben werden kann. Das Ergebnis ist nach Angaben des verantwortlichen Professors Patrick Egan zuverlässiger als etwa Prognosen bei Wahlen, bei denen stets zwischen vier und fünf Prozent der Befragten angeben, sie seien homo- oder bisexuell. "Prognosen basieren auf Wählern, also auf denen, die zu den Wahlen gehen", erklärte Egan gegenüber dem schwul-lesbischen Nachrichtenmagazin "The Advocate". "Schwule und Lesben gehen aber eher zur Wahlurne als die Gesamtbevölkerung".
Homo-Bevölkerung jünger
Unter 768 dem Knowledge Network bekannten Schwulen und Lesben führte das Hunter College nun eine telefonische Umfrage durch: Demzufolge ist die homo- bzw. bisexuelle Bevölkerung jünger als der Durchschnitt der Erwachsenen (über 18): Er liegt in dieser Gruppe bei 41 Jahren, bei der Gesamtbevölkerung aber bei 46 Jahren. Nur 3,5 Prozent der Schwulen, Lesben und Bisexuellen sind danach über 65, bei der Gesambevölkerung liegt dieser Anteil bei über 16 Prozent. Egan erklärt diesen Umstand u.a. damit, dass Aids einen großen Teil der Homo-Bevölkerung in dieser Altersklasse ausgelöscht habe. Außerdem könnten Ältere noch immer mehr Angst haben, offen zu ihrer Sexualität zu stehen, so Egan.
Egan gab weiter an, dass der Anteil von Homo- oder Bisexuellen bei Frauen und Männern ungefähr gleich hoch ist. Frauen identifizierten sich aber doppelt so häufig als bisexuell als Männer.
Die Befragung wurde von der Homo-Gruppe Human Rights Campaign in Auftrag gegeben. (dk)














