https://queer.de/?873
- 14. April 2004 1 Min.
Berlin Die Love Parade in Berlin ist für dieses Jahr abgesagt worden. Nach Ansicht des Veranstalters seien die "nötigen Verhandlungen" mit dem Berliner Senat über eine Beteiligung an den Kosten gescheitert. Die Love Parade GmbH muss für die Reinungskosten des Raver-Umzugs im Berliner Tiergarten aufkommen, seitdem der Veranstaltung vor einigen Jahren der Status einer Demonstration aberkannt wurde. Die Love Parade leidet zudem unter rückläufigen Besucherzahlen und einem Einbruch beim Verkauf der CDs des Festivals. Die erwünschte Kooperation mit der Messe Berlin kam offenbar nicht zustande. Eine Tochterfirma der Messe hatte im vergangenen Jahr die Versorgung der rund 500.000 Besucher organisiert und als Gegenleistung die Reinigungskosten übernommen. Ob es sich bei der Absage doch eher um eine letzte Drohung an den Senat handelt, ließ sich zunächst nicht vernehmen. So erklärte dann auch eine Sprecherin von Wirtschaftssenator Harald Wolf (PDS), für den Senat seien die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. An diesem Freitag solle es ein abschließendes Gespräch mit den Love-Parade-Machern geben. Die Love Parade sollte am 10. Juli stattfinden. Die Veranstalter argumentieren mit der Wirtschaftskraft des Events. Anders als die Love Parade haben größere CSDs in Deutschland gelegentlich Insolvenz anmelden müssen, eine Absage aufgrund fehlender finanzieller Unterstützung kam den Veranstaltern jedoch nie in den Sinn. (nb/pm)












