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- 16. Mai 2008 1 Min.
Die in New York ansässige Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat den Test der Niederlande für Einwanderer als diskriminierend bezeichnet. Potenzielle Einwanderer werden seit zwei Jahren getestet, ob sie die liberalen Ansichten des EU-Staates kennen und teilen (queer.de berichtete). So wird ihnen eine DVD vorgespielt, in der zwei küssende Männer und eine gleichgeschlechtliche Hochzeit gezeigt werden.
"Die Integrationstests sind diskriminierend, weil sie nur von Bewerbern aus nichtwestlichen Ländern absolviert werden müssen", so Holly Cartner, Chefin der europäischen Sektion von Human Rights Watch gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Für Bewerber aus EU-Staaten sowie aus den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Japan gibt es Ausnahmeregelungen. "Diese Vorschriften reißen Familien auseinander. So scheint die Niederlande bestimmte Arten von Leuten außer Landes halten zu wollen." Die niederländischen Behörden bräuchten einen "sehr starken Grund", um eine solche Ungleichbehandlung zu rechtfertigen. Besonders Zuwanderer aus der Türkei und Marokko seien von den Tests betroffen.
Einwanderer müssen ungefähr 300 Stunden auf die Prüfung lernen. Die Auslandsbotschaften verlangen pro Test Gebühren in Höhe von 350 Euro. (dk)














