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- 20. Mai 2008 1 Min.
Die italienische Gleichstellungsministerin Mara Carfagna (Forza Italia) hat CSDs als "zwecklos" bezeichnet. Obwohl sie glaube, dass Homosexuelle im Land nicht gleichbehandelt werden würden, würde sie nie der Ehe-Öffnung oder ähnlichem zustimmen.
"Der einzige Anlass für CSDs ist, dass homosexuelle Paare offiziell vom Staat anerkannt werden. Da bin ich grundsätzlich dagegen", so die 32-jährige ehemalige "Miss Italy"-Bewerberin in der Zeitung "Corriere della Sera". "Die Tage, in denen Homosexuelle als geisteskrank galten, sind ohnehin vorbei. Heute sind sie in die Gesellschaft integriert". Homosexualität sei daher nicht länger ein Problem für die Betroffenen, "wie uns die CSD-Organisatoren glauben machen wollen", fuhr Carfagna fort.
Carfagna, die sich selbst als "Antifeministin" bezeichnet, wurde vom im April neu gewählten Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi ernannt. Sie war zuvor sechs Jahre lang Tänzerin in der Unterhaltungssendung "La domenica del villaggio", die auf einem von Berlusconis Fernsehsendern ausgestrahlt wurde. Im Januar diesen Jahres sorgte eine Aussage des damaligen Oppositionsführers Berlusconi für Schlagzeilen: "Wenn ich nicht schon verheiratet wäre, würde ich Carfagna sofort heiraten", erklärte der 71-jährige Milliardär in einem TV-Interview. Er musste sich auf Drängen seiner Frau öffentlich für dieses Statement entschuldigen. (dk)















Ich finde viel schlimmer, dass die Mehrheit der Italiener so eine Regierung wählt...