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- 21. Mai 2008 1 Min.
Der 20-jährige Iraner Mehdi Kazemi darf nach langem Hin und Her in England bleiben, weil ihn in seiner Heimat die Hinrichtung erwartet.
Kazemi war zuvor aus den Niederlanden nach Großbritannien abgeschoben worden (queer.de berichtete). Dort kam er dann unverzüglich in Abschiebehaft. Die britische Regierung erklärte sich aber einverstanden, den Fall zu prüfen, nachdem sich das Europaparlament für den Mann eingesetzt hatte (queer.de berichtete).
Die Homo-Gruppe Stonewall dankte Innenministerin Jaqui Smith und dem Abgeordneten Simon Hughes für deren Einsatz in dem Fall. "Wir sind auch glücklich darüber, dass Vertreter des Außenministeriums endlich im Unterhaus erklärt haben, dass Schwule im Iran gefährdet sind", so Stonewall-Chef Ben Summerskill. Zuvor hatte London argumentiert, dass schwule Iraner in ihr Heimatland zurückgeschickt werden könnten. Sie würden dort nicht exekutiert werden, wenn sie sich "diskret" verhielten.
Kazemi war 2004 nach Großbritannien gekommen, um Englisch zu studieren. Dort erfuhr der Jugendliche, dass sein Freund wegen Homosexualität verhaftet und hingerichtet wurde. Auch gegen ihn liege nun ein Haftbefehl vor, erklärte der in Teheran lebende Onkel Kazemis gegenüber dem amerikanischen Nachrichtensender CNN.
Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen haben die Mullahs seit ihrer Machtübernahme 1979 mindestens 4.000 Menschen wegen ihrer Homosexualität hinrichten lassen. (dk)














