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  • 23. Mai 2008 15 2 Min.

In der Talkshow von Ellen DeGeneres erklärte der republikanische Präsidentschaftskandidat, dass er die Ehe für Schwule und Lesben trotz der Gerichtsentscheidung in Kalifornien weiter ablehnt.

Der 71-jährige Senator sagte, dass er an den "einzigartigen Rang der Ehe zwischen Mann und Frau" glaube: "Ich weiß, dass ich respektvoll eine andere Meinung als Sie vertrete", erklärte er gegenüber DeGeneres, die in Kürze ihre Freundin Portia de Rossi ("Ally McBeal") heiraten will (queer.de berichtete). Der Oberste Gerichtshof des Staates Kalifornien hatte zuvor entschieden, dass das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz der Regionalverfassung verstoße (queer.de berichtete).

McCain erklärte, Schwule und Lesben könnten sich mit gegenseitigen Verträgen absichern. DeGeneres verglich das Ehe-Verbot mit der Vorenthaltung des Wahlrechts für Schwarze und Frauen. "Wir sind alle Menschen. Sie sind nicht anders als ich. Wir lieben auf genau dieselbe Art", erklärte DeGeneres. "Wenn jetzt jemand sagt: ‚Ihr könnt doch Verträge schließen, ihr kriegt dann Versicherungen und das ganze Zeug’, dann klingt das wie: ‚Nun ja, du kannst dich hier hin setzen, aber bloß nicht dorthin."

DeGeneres bot McCain unter großem Applaus an, sie zum Altar zu führen. Darauf sagte McCain lediglich: "Touché" (etwa: "Eins zu null für Sie").

Youtube | John McCain bei 'Ellen'

McCain trennt sich vom homophoben „Nazi-Pfarrer“

Nach seinem wahrscheinlichen Herausforderer Barack Obama hat McCain auch ein Problem mit seinem Pastor: Der Senator sagte sich von Pfarrer John Hagee los, nachdem immer mehr radikale Äußerungen des texanischen Fernsehpredigers an die Öffentlichkeit kamen. Zuletzt hatte Hagee Adolf Hitler als gottgesandten "Jäger" bezeichnet, der geschickt wurde, damit die Juden das Heilige Land Israel schneller erreichen. Auch seine antikatholischen Tiraden standen oft in der Kritik. Hagee hetzt zudem tagtäglich gegen Homosexuelle. So spricht er sich gegen jede Anerkennung von homosexuellen Partnerschaften aus. Der Hurrikan Katrina, durch den in den Südstaaten 1.800 Menschen getötet worden, sei ein von Gott gesandter Sturm gewesen, weil die am härtesten getroffene Stadt New Orleans ein Mekka für Schwule sei.

John McCain selbst spricht sich zwar gegen die Homo-Ehe aus, wendet sich aber ebenfalls gegen einen vom jetzigen Präsidenten Bush geforderten Verfassungszusatz, der die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert. Die Demokraten Hillary Clinton und Barack Obama sprechen sich zwar auch gegen die Ehe-Öffnung aus, befürworten aber Eingetragene Partnerschaften. (dk)

Youtube | Pfarrer John Hagee: Vorsicht vor dämonischen Schwulen
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-w-

#1 PhilipAnonym
  • 23.05.2008, 18:41h
  • Warum haben wir in Deutschland nicht so eine klasse Moderatorin wie Ellen? Warum kann Anne Will nicht mal über ihren Schatten springen und in Ihrer Sendung das Thema Homsexualität ansprechen? Gerne auch Maischberger. Ein wenig Mut bitte!
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#2 HannibalEhemaliges Profil
#3 KonstantinEhemaliges Profil