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  • 23. Mai 2008 23 2 Min.

Der Bundesligatrainer Christoph Daum hat sich am Freitag erstmals zu seinen umstrittenen Zitaten zu Homosexualität im Fußball geäußert. "Grundsätzlich bin ich ein toleranter und liberaler Mensch. Ich habe keinerlei Berührungsängste zu homosexuellen Menschen", so Daum auf der Webseite des 1. FC Köln. "Auch in meinem Bekanntenkreis gibt es Einige, die in gleichgeschlechtlichen Beziehungen leben".

Das Statement kommt allerdings nicht ohne erneuten Hinweis auf den Kinderschutz aus. Dieser gehe dem 54-Jährigen "über alles": "Kinder müssen vor Gewalt und sexuellen Übergriffen, ganz gleich ob von homo- oder heterosexuellen Menschen, geschützt werden. Deswegen arbeite ich auch aktiv bei der Organisation Power-Child e.V. mit."

Damit ließ Daum jedoch offen, warum er in der Dokumentation "Homosexualität und Fußball" sagte, dass "gegen jegliche Bestrebungen, die gleichgeschlechtlich ausgeprägt sind" vorgegangen werden müsse. Der Kölner Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Grüne) hatte ihn scharf für diese Äußerungen kritisiert (queer.de berichtete) und Daum vorgeworfen, Schwule "in die Nähe von Kinderschändern" zu rücken - Daums erneute Erwähnung von sexuellen Übergriffen auf Kinder dürfte da nicht hilfreich sein.

Verein in Erklärungsnot

Der 1. FC Köln erklärte in einer Presseerklärung, man sei ein "weltoffener und toleranter Verein": "So unterstützt der FC aktiv den zweiten Aktionsabend gegen Homophobie im Fußball", der an diesem Freitag im RheinEnergieStadion stattfindet.

Michael Meier, der Sportdirektor des 1. FC Köln, räumte laut DPA ein, dass Daums Äußerungen Interpretationsspielraum zuließen und missverstanden werden könnten. Gleichzeitig nahm er seinen Trainer in Schutz: "Es war nicht seine Absicht, jemanden zu diffamieren. Es ging ihm mehr um den Kinderschutz."

Die Doku wird am Mittwoch, den 28. Mai, um 18:45 Uhr im Deutschen Sportfernsehen ausgestrahlt. Der Sender hat am Freitag die umstrittenen Äußerungen bestätigt, sie seien im Zusammenhang mit der Vorbildfunktion in der Nachwuchsarbeit im Fußball gefallen.
(dk/nb, akt. um 21.20h)

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» Was müsste Christoph Daum tun, um die schwulen Köln-Fans zu besänftigen?
    Ergebnis der Umfrage

#1 roterginsengEhemaliges Profil
#2 Hannibal im ExilAnonym
  • 23.05.2008, 20:15h
  • Zitat: ""Kinder müssen vor Gewalt und sexuellen Übergriffen, ganz gleich ob von homo- oder heterosexuellen Menschen, geschützt werden."

    Das erklärt aber immer noch nicht, warum Homos vom Fußballs ausgeschlossen werden "müssen"!
    Dann dürfte ja kein einziger Hetenmann eine Mädchen-Turnklasse unterrichten etc.!
    Absurde Ausrede! Wahrscheinlich hatter vom Chef eins auf den Sack (Autsch!) bekommen und versucht sich jetzt die Eier zu kühlen!
    Ich glaub ihm kein Wort!
    Meine Oma hat immer gesagt: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht!

    @ Christoph: Hättest auch mal lieber auf deine Omi hören sollen! Die hat dich bestimmt auch vor Drogen und bösen Bordsteinschwalben gewarnt!
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#3 HannibalEhemaliges Profil
  • 23.05.2008, 20:46h
  • Außerdem wird es langsam auffällig, dass homophobe Heten versuchen, sich durch ihre angeblich homosexuellen Bekannten als nicht homophob zu rechtfertigen!
    Wenn einer meiner heterosexuellen Freunde jemals so etwas von sich geben würde (und wärs im Suff oder auf Koks) wäre der die längst Zeit mein Bekannter gewesen (und hätte nebenbei noch ein paar Zähne weniger).
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