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https://queer.de/?8820
  • 28. Mai 2008 12 1 Min.

Die Liberalen haben einen Antrag zur Reform des Transsexuellengesetzes in den Bundestag eingebracht.

Das gegenwärtige Gesetzt stammt aus dem Jahr 1980 und wurde 2006 vom Bundesverfassungsgericht teilweise für verfassungswidrig erklärt (queer.de berichtete). Die FDP fordert in ihrem Antrag nun, das Verfahren für die Betroffenen zu verkürzen. Außerdem sollte – wie vom Bundesverfassungsgericht gefordert – der Transsexuelle auch ohne operativen Eingriff dem bevorzugten Geschlecht zugeordnet werden. Auch die Erfordernis der Ehelosigkeit, die Transsexuelle zu einer Scheidung zwingt, müsse aufgehoben werden. Es gebe schließlich "bei Transsexuellen mit Geschlechtsumwandlung eine nicht unerhebliche Zahl von gleichgeschlechtlich Orientierten", so der Antrag.

"Es ist Ausdruck von politischer Unfähigkeit, die lange überfällige Reform des Transsexuellengesetzes zu verweigern und damit den Betroffenen wesentliche Rechte und Verfahrenserleichterungen vorzuenthalten", erklärte die Gisela Piltz, innenpolitische Sprecherin der liberalen Bundestagsfraktion. "Die Untätigkeit von SPD und CDU/CSU auf dem Rücken von transsexuellen Menschen ist beschämend." (dk)

-w-

#1 Katrin
  • 28.05.2008, 17:02h
  • Da flattert das gelbe Jäckchen lustig im Wahlkampfwind, insbesondere da ein Bruch dieses Versprechens wohl nur eine sehr kleine Minderheit interessieren wird.
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#2 AndyAnonym
  • 28.05.2008, 19:52h
  • Hauptsache immer drauf, wenn die FDP mal was fordert. Der Bundestag besteht nicht nur aus Volker Beck, liebe Leser. Auch das Thema Transsexualität sollte berücksichtigt werden, zumal der Antrag für parlamentarische Abläufe sehr schnell (von März bis heute) zustande gekommen ist. Respekt, liebe FDP.
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#3 EselchenAnonym
  • 28.05.2008, 21:39h
  • Überfällig wärs ja. Aber wir sollten im Hinterkopf behalten dass ein ähnliches Anliegen der Grünen (obwohl nicht ganz ausgereift) letztes Jahr an der großen Koalition gescheitert ist. Damals mit dem Hinweis "Nicht in dieser Legislaturperiode". Ich befürchte, dass sich auch diesmal nichts tut. Es wird wieder einmal den Hinweis geben, dass es die kleine Minderheit nicht wert ist, wertvolle Abgeordneten Zeit dafür zu opfern wo es doch wichtigere Dinge gibt.

    Nunja für mich kommt das ohnehin zu spät jetzt. Aber ich wünsche mir Vereinfachungen für alle die den bürokratischen Weg noch gehen werden. Denn aus Erfahrung gesprochen war nichts so ätzend wie der bürokratische Weg, mit ewigen Wartezeiten, sinnlosen (und demütigenden) Begutachtungen, viel Geld investiert (in die Gutachten)...vor allem aber, dass man nicht selbst über sein Leben entscheiden darf, sondern dass man das Gefühl bekommt von der Gnade des Rechtes abhängig zu sein.

    Wenn sich aufgrund des Antrags in wirklich naher Zukunft was tun sollte wähle ich zur Dankbarkeit zur Abwechslung sogar die FDP bei der nächsten Wahl - den aus, verständlicherweise, persönlichen Gründen ist dies ein wichtiges Thema für mich... ;) :D naja..mal sehen
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