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- 29. Mai 2008 2 Min.
New York erkennt auf Initiative von Gouverneur David Paterson gleichgeschlechtliche Ehen an, die außerhalb des Bundesstaates geschlossen wurden.
Das erklärte eine Sprecherin des demokratischen Gouverneurs. Alle staatlichen Behörden müssten daher ihre Formulare ändern. Paterson selbst befürwortet die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben (queer.de berichtete). Allerdings hat das bislang eine knappe republikanische Mehrheit im Senat verhindert.
New Yorker können damit in Kürze in Kalifornien heiraten, wo ab dem 17. Juni die Standesämter für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet werden. Das hatte der Oberste Gerichtshof des Staates verfügt (queer.de berichtete). Außerdem würden im Ausland geschlossene Ehe, beispielsweise in Kanada oder den Niederlanden, vom Bundesstaat anerkannt. Massachusetts, der als einziger US-Bundesstaat bislang die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet hat, erschwert Auswärtigen derzeit noch die Eheschließung.
Ehepaare haben in New York Anspruch auf eine gemeinsame Krankenversicherung und erhalten Einkommens- und Erbschaftssteuernachlässe. Außerdem werden sie bei Adoptionen bevorzugt behandelt.
Das Thema Homo-Ehe dürfte im bevorstehenden Bundeswahlkampf eine große Rolle spielen. Im November wird das Repräsentantenhaus sowie ein Drittel des Senates neu gewählt. Außerdem finden die Präsidentschaftswahlen statt. Der republikanische Kandidat John McCain und sein wahrscheinlicher Kontrahent Barack Obama lehnen eine Ehe-Öffnung bislang ab. Obama befürwortet allerdings Eingetragene Partnerschaften. Zudem wird es voraussichtlich mehrere Volksabstimmungen zum Thema Homo-Ehe geben. In Kalifornien versuchen Aktivisten derzeit, die von Gerichten verfügte Ehe-Öffnung durch eine Volksabstimmung wieder rückgängig zu machen. Neuesten Zahlen zufolge befürwortet allerdings eine Mehrheit der Kalifornier die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes (queer.de berichtete). (dk)














