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Das vom Bundesinnenministerium verhängte Einreiseverbot in den Schengen-Raum greift nun offenbar doch: Spanien ließ den Sänger nicht ins Land.

Sizzla hatte ursprünglich in Barcelona und Madrid Konzerte geben sollen. Die Homo-Gruppe Frente de Liberación Gay de Catalunya hatte sich einem Bericht der Zeitung ADN zufolge an die Behörden gewandt und gebeten, den jamaikanischen Sänger nicht einreisen zu lassen. Er war aus den USA nach Spanien geflogen und wurde sofort am Flughafen Madrid verhaftet.

"Unsere Bemühungen hatten also doch noch Erfolg", freut sich Klaus Jetz vom deutschen Lesben- und Schwulenverband angesichts der Entscheidung in Spanien. Die Bundesregierung hatte dem LSVD Anfang Mai mitgeteilt, dass sie Sizzlas Namen ins Schengener Informationssystem (SIS) gestellt habe (queer.de berichtete). Die geheime Liste enthält die Namen von Ausländern, die nicht im Schengen-Raum erwünscht sind. Dennoch konnte Sizzla ungehindert über Ungarn einreisen und Konzerte geben (queer.de berichtete). Er trat in Folge dessen auch in München, Stuttgart und Wuppertal auf. Die lokale Polizei erklärte sich für nicht zuständig.

Sizzla ist wiederholt durch Liedtexte und Äußerungen mit Gewaltaufrufen gegen Schwule aufgefallen. In einem populären Lied fordert er unter anderem: "Verbrennt die Männer, die Sex mit Männern haben". (dk)

-w-

#1 gatopardo
  • 02.06.2008, 15:02h
  • Im Grunde merkwürdig, dass er nicht in Spanien einreisen darf, wenn er sich ohnehin schon im Schengen-Raum befindet, wo es keine Grenzkontrollen mehr gibt. Entweder hat die betreffende Fluglinie ihn abgelehnt oder spanische Behörden haben den Veranstaltern die Suppe versalzen ?
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#2 HannibalEhemaliges Profil
#3 gatopardo
  • 02.06.2008, 19:00h
  • Antwort auf #2 von Hannibal
  • Aha, soeben sehe ich, dass er sich gar nicht mehr im
    Schengen-Raum aufhielt, sondern von den USA kommend direkt am Madrider Flughafen zurückgewiesen wurde. "Frente de Liberación Gay" wird seine Gründe haben, Vertreter dieser Subkultur als "persona non grata" zu denunzieren, aber Reggae hat hier sowieso keine nennenswerte Anhängerschaft.
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