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- 02. Juni 2008 2 Min.
Thomas Hermanns will den Eurovision Song Contest (ESC) nicht mehr moderieren: "Das macht keinen Spaß mehr!"
Von Anne Richter
Auch wenn er sich auf den ESC freut, wie ein Kind auf Weihnachten und nach eigener Aussage immer auch als Fan moderiert hat: Genug ist genug. Thomas Hermanns wird im kommenden Jahr nicht mehr als Moderator des Pop-Events zur Verfügung stehen. Im Gespräch mit dem Medienmagazin DWDL.de äußerte sich der Entertainer zu seinem Rückzug.
Der Grund ist demnach die Frustration über das schlechte Abschneiden der deutschen Teilnehmer in den vergangenen Jahren: "Ich möchte nicht nächstes Jahr wieder da stehen und von einem weiteren Desaster sprechen." Nach Hermanns Ansicht fehlt in Deutschland der Patriotismus für die Veranstaltung. Künstler, die den Durchbruch schon geschafft hätten, seien oft nicht bereit, sich dem Wettbewerb zu stellen und damit etwas zu riskieren. Auch ist der Grand Prix nach Hermanns’ Ansicht zu "komplex geworden." Es sei schwer zu entscheiden, wie man Erfolg haben könne, es gibt "das Level der Nachbarpunkte, es gibt das Level der Gastarbeiterpunkte." Von Punkteschieberei als Ursache allen Übels geht der Ex-Moderator aber nicht aus: "Die Balkan-Region hat einen ähnlichen Musikgeschmack." Da sei es nicht verwunderlich, wenn die Länder sich gegenseitig viele Punkte gäben.
Für die Zukunft kann sich Hermanns verschiedene neue Herangehensweisen vorstellen, etwa ein Sänger-Casting verbunden mit einer Europatournee des Siegers, der dann Deutschland beim ESC vertreten soll. Auch einer Teilnahme der Band "Tokio Hotel" räumt der Entertainer Chancen ein. Sicher ist nur: Er selbst wird trotz aller ESC-Leidenschaft niemals dort singen, dem Grand Prix aber als Fan die Treue halten.
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