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- 04. Juni 2008 1 Min.
Europäische Regierungen geben jetzt Reisewarnungen an Schwule heraus. Man müsse bei einem Besuch des westafrikanischen Landes äußerst vorsichtig sein, so die Empfehlung.
Zwei Spanier im Alter von 54 und 56 Jahren sind in Gambia wegen Homosexualität festgenommen worden. Nach einem Protest der spanischen Regierung sollen sie jetzt wieder auf freiem Fuß sein. Allerdings erklärte ein Sprecher der Botschaft, die beiden seien "noch immer in Gefahr" und würden auf schnellstem Wege aus dem Land gebracht werden.
Medienberichten zufolge sollen die Ressort-Urlauber einen Taxi-Fahrer gefragt haben, wo man eine Schwulenbar finden könne. Der Mann wollte sie dann scheinbar zu einer solchen bringen, lieferte die Männer aber der Polizei aus. Sie wurden auf der Stelle verhaftet.
Europäische Regierungen haben deshalb ihre Reisewarnungen nach Gambia verschärft. Die Niederlande raten schwulen Bürgern, keinesfalls ihre sexuelle Orientierung nach außen kundzutun. Auch das deutsche Auswärtige Amt erklärte: "Homosexualität ist in Gambia strafbar und wird mit Gefängnisstrafen von bis zu mehreren Jahren geahndet".
Erst im Mai hatte Gambias Präsident Yahya Jammeh Schwule aufgefordert, binnen 24 Stunden das Land zu verlassen, weil sein Land muslimisch geprägt sei (queer.de berichtete). Hotels, die Schwule beherbergten, drohte er mit Schließung. (dk)














Leute, in ein solches Land reist man nicht. Denen schmeißt man doch nicht noch für ihre homophobe Politik die Touristendollars in Rachen.