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- 10. Juni 2008 2 Min.
Junge Männer haben in Amsterdam ein schwules Model und in Berlin Drag Kings überfallen – jetzt wird vor einer Eskalation gewarnt.
In Kreuzberg sind am Wochenende mindestens drei Drag-Künstlerinnen zusammengeschlagen worden. Andere Quellen sprechen sogar von acht Opfern. Mindestens eines musste mit starken Blutungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Frauen waren um 6 Uhr morgens aus dem Veranstaltungszentrum SO 36 gekommen, in dem ein Drag-Festival stattfand, und wurden von einer "Gruppe großer, bulliger Türstehertypen" ohne Provokation angegriffen, meldet die "taz". Die Täter stehen offenbar mit der rechtsradikalen türkischen Organisationen "Graue Wölfe" in Verbindung. Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg verurteilte die Angriffe "aufs Schärfste", erklärte dessen Sprecher Safter Cinar.
Demo gegen Gewalt
Am Montagabend haben daraufhin über 1.000 Menschen spontan in Kreuzberg gegen die Übergriffe protestiert. Die Veranstalter erklärten, dass die "Ereignisse der letzten Zeit" beweisen würden, dass es sich bei dem Übergriff um keinen Einzelfall handele.
Derweil sorgt in Amsterdam ein Überfall auf ein schwules Model für Aufregung, der sich bereits am 30. April, dem Königinnentag, abgespielt hat und erst jetzt international Beachtung fand. Der 20-jährige Mike Du Pree war auf einem Laufsteg am Rembrandtplatz, in dem er für Toleranz gegenüber Lesben und Schwulen warb, von zehn jungen Männern verprügelt worden. Die offenbar muslimischen Täter brachen ihrem Opfer dabei die Nase. Noch ist unklar, ob die Täter verhaftet worden sind. Homo-Aktivisten kritisieren die Polizei wegen Untätigkeit.
"Wir fühlen uns nicht mehr sicher"
Sowohl in Berlin als auch in Amsterdam fühlen sich Schwule und Lesben bedroht von gewaltbereiten Männern muslimischen Hintergrunds. Jennifer Delano, Organisatorin der Amsterdamer Modenschau, erklärte gegenüber dem "Gay Krant", Amsterdam sei keine tolerante Stadt mehr. Das Homo-Magazin warnt daher vor einer Eskalation. Politiker fordern Konsequenzen: "Das zeigt, wie stark sich die islamischen Schwulenverprügler fühlen", erklärte Martin Bosma, Abgeordneter der liberal-konservativen Partij voor de Vrijheid.
Die Veranstalter des Berliner Drag-Festivals sprechen von sich häufenden Überfällen auf Homo- und Transsexuelle in der Gegend. "Doch wir lassen uns die Straße nicht verbieten", erklärte trotzig Pia Thilmann, Mitorganisatorin des Festivals. (dk)
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mehr sage ich erstmal nicht und halte mich erstmal raus,mal sehen wie die diskussion verläuft - wurde eigentlich schon bis zum erbrechen in einem anderen faden gesagt.
passt aber bloß auf,dass di junge welt diesen beitrag nicht sieht
www.jungewelt.de/2008/04-25/011.php
hihi