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- 10. Juni 2008 2 Min.
Georgette Dee hat vorgemacht, wie man sich gezielt auf der Bühne betrinkt. Kay Ray hielt es auch so. Doch jetzt ist Schluss damit.
Von Carsten Weidemann
Kay Ray ist ein Kabarettist von einem ganz besonderen Kaliber. Wenn er in seinem wilden bunten Kostüm auf der Bühne steht, zieht er alle Register. Beschimpft gern schon mal das Publikum, ist mal laut und provokant, mal obszön und plump, dann wieder von überraschender Fein- und Scharfsinnigkeit. Der Begriff der schillernden Person, hier passt er außerordentlich gut.
Der gelernte – und natürlich schwule - Friseur aus Osnabrück, der vor zwei Jahren den Kabarettpreis "Prix Pantheon" gewann, will jetzt aber eine Stufe runterdrehen, wie er im Gespräch mit dem Boulevardblatt "Express" verriet: "Mit dem Suff ist Schluss, ich trinke nicht mehr auf der Bühne, und die ganz verrückten Sachen mache ich auch nicht mehr." Wie auch schon Georgette Dee, die sich in früheren Jahren rauchend und trinkend in Stimmung brachte und mit ihrem steigenden Promillelevel kokettierte, schaute auch Kay Ray tief ins Glas. Jetzt, wo er damit gebrochen hat, fühlt er sich besser: "Einfach nur gut, klar im Kopf, die Spannung ist wieder da. Ich kann das jedem nur zur Nachahmung empfehlen."
Mit den ganz verrückten Sachen, die er nicht mehr machen wolle, meint er zum Beispiel die gnadenlose Überziehung seines Abendprogramms. So stand er einmal fünf Stunden auf der Bühne, rief zwischendurch den Pizzaservice an und verteilte die Pizzen dann im Publikum.
Links zum Thema:
» www.kayray.de
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