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https://queer.de/?8895
  • 11. Juni 2008 17 1 Min.

Der anglikanische Bischof Eria Paul Luzinda warnte davor, dass eine Aufhebung des Verbots von Homosexualität zur "Vernichtung" des Landes führen würde.

Luzinda sagte nach Angaben des "Daily Monitor", dass "nicht alles, was aus Europa kommt, besser ist und übernommen werden" müsse. "Ich höre, dass Schwule verlangen, dass die Regierung ihre Aktivitäten legalisieren soll", so Luzinda. "Das ist absurd, weil Gott Mann und Frau geschaffen hat, die sich reproduzieren und so die Welt auffüllen können. Die Regierung sollte nicht versucht sein, diese rückwärtsgewandte Kultur zu legalisieren, die unweigerlich unsere Gesellschaft vernichten wird."

Er bezieht sich damit auf Proteste von Homo-Organisationen, die kritisiert hatten, dass die HIV-Prävention in dem 27 Millionen Einwohner zählenden Land Schwule nicht berücksichtigen will (queer.de berichtete).

Auf Homosexualität steht in Uganda maximal lebenslange Haft. Einer Umfrage vom August 2007 zufolge befürworten 95 Prozent der Einwohner das Verbot der gleichgeschlechtlichen Liebe. (dk)

-w-

#1 gerdAnonym
  • 11.06.2008, 16:33h
  • Uganda gehört zu den vielen Drittweltstaaten Afrikas, wo Menschenrechte "nicht viel zählen". Vielfach sind diese Länder korrupt und sind in Bürgerkriege oder Nachbarschaftsgrenzstreitigkeiten verwickelt.

    Nur in Südafrika und einigen wenigen anderen Ländern in Afrika ist die Lage anders.

    Was diesen Bischof Luzinda aus Uganda angeht, der ist nicht ernstzunehmen. Wer noch für Haftstrafen von homosexuellen Menschen eintritt, der hat sämtliche moralische Werte "über Bord geworfen" und handelt sehr unchristlich. Luzinda könnte da viel vom anglikanischen Bischof Tutu aus Südafrika lernen.
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#2 alexander
  • 11.06.2008, 17:52h
  • es ist doch immer wieder schön, wöchentlich, von hohen würdenträgern, speziell aus diesen ländern, mit so wunderbarer vergangenheit, ratschläge zur kultur geniessen zu dürfen !
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#3 Katrin
  • 11.06.2008, 18:40h
  • Es ist sicherlich schade, dass dieser Würdenträger so einen Unsinn ausrotzt, aber man rotzt halt das aus, was man im Kopf hat. Viel schlimmer ist für mich, dass ich in einem Land lebe, in dem seine Kollegen ebenfalls rumrotzen dürfen, in dem Frauen 20% weniger Arbeitseinkommen als Männer haben, in dem Schwule und Lesben über die Einkommensteuer ausgebeutet werden und das alles unter den wohlwollenden Augen der Beauftragten für Gleichbehandlung. Alles andere würde ja auch der Wirtschaft schaden. In Uganda gehst Du lebenslang in den Knast, in Deutschland wirst Du verprügelt mit Bewährung für den Täter und ungestraft von Deinen Politikern ausgenommen.
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