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Kommentare zu:
Norwegen öffnet Ehe


#11 AntichristProfil
  • 13.06.2008, 17:52hHH
  • Antwort auf #9 von Tufir
  • @Tufir: "Nicht jeder hat den Drang anders zu sein - manche wollen halt auch nur ganz normal schwul sein."
    Definiere bitte "ganz normal schwul".
    Selbst abgedrehte Künstler oder durchgeknallte Showhallodris à la Mark Medlock sind "ganz normal schwul", ebenso wie die aufgedonnerte Tunte oder die schrille Jungschwuppe, der gestylte Szenengänger, der Lederbär oder der SM Skin.
    Sie sind genauso abgedreht, durchgeknallt, aufgedonnert, schrill oder fetischistisch wie die "ganz normalen Heten". Nur sind sie nebenbei auch noch schwul.
    Ich wäre etwas vorsichtiger mit Ausdrücken wie: "ganz normal". Es gibt weder ganz normale, noch abnorme Schwule. Es gibt NUR Schwule die sich je nach ihrem speziellen Wesen der Außenwelt zeigen oder eben nicht. Nicht anders als bei Heterosexuellen die aufgetakelten Weiber, Edeltussen, Machotypen oder eben biederen Hausmütterchen.
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#12 HannibalEhemaliges Profil
  • 13.06.2008, 18:30h
  • Antwort auf #9 von Tufir
  • "manche wollen halt auch nur ganz normal schwul sein"

    Und das heisst?
    Im Umkehrschluss hiesse das nämlich: Tunten, Drags, Lederkerle, Gayskins ... also alle, die sich evtl. etwas auffälliger geben als es vom Heten-Mainstream (oder Spießer-Tufir) erwartet wird sind UNNORMAL, ja?

    Deine Selbstgerechtigekeit stinkt zum HImmel!
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#13 Tufir
  • 14.06.2008, 17:42h
  • Antwort auf #12 von Hannibal
  • Normal ist, was die Mehrheit tut - per Definition. Diese Definition beinhaltet keine Aussage über richtig und falsch. Normal ist zum Beispiel, dass sich Lemminge in großen Horden von Klippen stürzen. Tut ihnen nicht unbedingt gut. Als normal wird es noch immer angesehen, dass man sich einen Partner sucht und mit ihm zusammenlebt. Und Schwulen die das wollen - also normal leben und schwul sein - helfen Gesetzesänderungen wie in Norwegen.

    Eine Homoehe bzw. die daraus resultierenden Vorbilder helfen hingegen nicht dem Coming-Out von Tunten, Drags, Lederkerle und Gayskins, die mit dieser Art zu leben nichts am Hut haben. In dieser Beziehung schließe ich mich Sascha vollkommen an.

    Aber da du ja in diesem Punkt offenbar anderer Meinung bist, kannst du mir sicher sagen, welches Detail mir da entgangen ist und inwiefern alle Tunten in Norwegen nun vor Freude aufschreien können. Oder hast du dich nur an dem Wort "normal" gestört? So wie Korintenkackern halt gerne mal der Hals schwillt, wenn sie Signalwörter hören, und sie am überdenken des Gelesenen hindert?
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#14 Tim_ChrisProfil
  • 14.06.2008, 19:26hBremen
  • Antwort auf #13 von Tufir
  • "Normal ist, was die Mehrheit tut "

    Normal ist, was natürlich ist und nicht, was die Mehrheit sich einbildet, was richtig zu sein hat. Das wäre allenfalls Durchschnitt.
    Und ein Mann, der es liebt Röcke zu tragen und sich wild durch die Gegend zu vögeln ist in dem Sinne genauso natürlich, ergo "normal", wie das brave Hetenweibchen, das heiratet, Kinder wirft und sich nach Göttergattens Bedarf nachts im Schlafgemacht besteigen lässt. Letzteres wäre der Durchschnitt, oder die abnorme Norm, welche von den Heten aufgestellt wird. Abnorm deshalb, weil absolut unnatürlich, verklemmt und gestellt.
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#16 Tufir
  • 15.06.2008, 12:50h
  • Antwort auf #14 von Tim_Chris
  • Wenn du den Begriff "normal" so definierst, musst man sich tatsächlich darüber aufregen, wenn er verwendet wird. Deshalb möchte ich nur noch mal klarstellen, dass ich ihn nicht in diesem Sinne verwendet habe, was sich aus dem Kontext des Kommentars durchaus auch schließen lässt.
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#17 Tim_ChrisProfil
  • 15.06.2008, 16:14hBremen
  • Antwort auf #16 von Tufir
  • Nicht wirklich, denn: "Diese Definition beinhaltet keine Aussage über richtig und falsch."

    Genau das tut sie aber doch. Abnormal ist nun mal das Gegenteil von Normal und damit auch ohne besondere Definition einfach falsch, wie das Wort selbst schon sagt.

    Und ganz ehrlich gesagt, reagiere ich äußerst gereizt auf Bezeichnungen wie Abnormal, Unnormal in Verbindung mit Homo-/Trans-/oder sonst einer Sexualität. Ich werde nämlich nicht gerne als abnormal bezeichnet, nur weil ich nicht in die Heten-Möchtegern-Unauffälligskeitsskala passe.
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#18 Tufir
#19 Tim_ChrisProfil
  • 01.07.2008, 09:18hBremen
  • Antwort auf #18 von Tufir
  • "Interessant, dass du hingegen offenbar keinerlei Problem damit hast, andere als abnormal zu bezeichnen - und zwar nach deiner Definition und entsprechend mit voller Absicht in dieser Bedeutung. Doppelmoral?"

    Wenn es widernatürlich ist, wieso dann nicht? Sag mir, was an: "das brave Hetenweibchen, das heiratet, Kinder wirft und sich nach Göttergattens Bedarf nachts im Schlafgemacht besteigen lässt." "natürlich" ist - außer die genetisch bedingte Biologie der genannten Individuen.
    Und sag mir, wo da die Doppelmoral ist, wenn ich genau das, als abnorme Norm bezeichne, was allgemein als Durchschnitt betrachtet werden kann und allenfalls nach Hetenmoral und Maßstab als "normal" gilt?

    Ist Unterdrückung oder die Anerziehung von widernatürlichem Verhalten "normal"? Im Sprachgebrauch der Gesellschaft auf jeden Fall, schließlich bestimmen sie die Norm. Im Sinne der Natur jedoch keineswegs.
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#20 Tufir
  • 10.07.2008, 19:04h
  • Antwort auf #19 von Tim_Chris
  • "Und sag mir, wo da die Doppelmoral ist, wenn ich genau das, als abnorme Norm bezeichne, was allgemein als Durchschnitt betrachtet werden kann und allenfalls nach Hetenmoral und Maßstab als "normal" gilt? Ist Unterdrückung oder die Anerziehung von widernatürlichem Verhalten "normal"?"
    Tatsächlich ist es lediglich nach deiner eigenen Einschätzung widernatürlich. Genauso, wie zum Beispiel der Papst der Meinung ist, dass schwules Verhalten widernatürlich wäre. Dem kleinen schlimmen Mann aus Rom sprichst du das Recht jedoch ab, solche Einschätzungen vorzunehmen und publik zu machen. Du selbst hast hingegen schwingst dich zum Allwissenden des Forums auf und hast überhaupt kein Problem damit, sämtliche monogam lebenden Queer.de-Besucher als widernatürlich zu diffamieren. Dort liegt offensichtlich auch die Doppelmoral. Schließlich sind auch Treue Menschen gerne mal homo- oder transsexuell. Und wie du selbst sagst: "Und ganz ehrlich gesagt, reagiere ich äußerst gereizt auf Bezeichnungen wie Abnormal, Unnormal in Verbindung mit Homo-/Trans-/oder sonst einer Sexualität."
    Aber das offensichtlich nur, wenn es gerade in deine Streichholzschachtelwelt passt.
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