https://queer.de/?8909
- 13. Juni 2008 1 Min.
Das von der Polizei verhängte CSD-Verbot ist nach Protesten wieder aufgehoben worden, berichten Agenturen.
Die Behörden hatten zuvor argumentiert, dass die CSD-Parade am 5. Juli "den Verkehr in der betroffenen Gegend in hohem Maße ungünstig beeinflussen" könnte (queer.de berichtete). Nach heftigen Protesten von Homo-Organisationen aus dem In- und Ausland erklärte sich Polizeichef Gábor Tóth aber bereit, mit den Veranstaltern zu verhandeln. Dabei soll die Route ein wenig verändert worden sein, um den Verkehr nicht zu stören.
Ungarische Medien berichten mit Verweis auf Polizeiquellen, dass die Behörden Übergriffe von Rechtsradikalen fürchteten. Nach dem Proteststurm von Homo-Gruppen stellten sie allerdings die Versammlungsfreiheit über diese Befürchtungen. ILGA-Europe hatte die Behörden beschuldigt, "vor den Drohungen von Ultranationalisten" zurückzuweichen.
Im letzten Jahr kam es beim CSD zu Ausschreitungen; mehrere hundert Skinheads und Neonazis hatten die Paradeteilnehmer mit faulen Eiern und Rauchbomben attackiert (queer.de berichtete). (dk)














