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  • 18. Juni 2008 7 2 Min.

HIV-positive Schwule sind eher arbeitslos, weniger gebildet und haben mehr Risiko-Sex als negative Schwule, so das Ergebnis einer groß angelegten britischen Untersuchung.

Bei der Studie befragten zwei große Forschungseinrichtungen insgesamt 3.501 Schwule in Kneipen, Clubs und Saunas von fünf Großstädten in England und Schottland und nahmen ihnen Speichelproben ab. Insgesamt kamen im HIV-Schnelltest 318 Proben (neun Prozent) positiv zurück. Von diesen positiv getesteten Männern wussten 131 (41 Prozent) nicht, dass sie infiziert sind.

Demnach sind die negativ Getesteten in der Regel jünger, haben eher an einer Universität studiert und eher einen Arbeitsplatz als Positive, egal ob deren Status bekannt oder unbekannt war.

Männer, denen bewusst ist, dass sie HIV-positiv sind, haben weit mehr ungeschützten Sex als HIV-Negative oder Männer, die von ihrer HIV-Infektion nichts wissen. Dabei warnen Ärzte vor ungeschütztem Geschlechtsverkehr zwischen Positiven ("Serosorting"), weil es hierbei zu Mehrfachinfektionen kommen kann.

"Safer Sex durchzuführen scheint unter Menschen, die mit HIV leben, problematisch zu sein", fasst der Bericht das Ergebnis zusammen. Die Forscher gehen auch davon aus, dass die wirkliche Anzahl Positiver noch höher sein könnte: "Es ist möglich, dass Männer, die nur Safer Sex betreiben, eher bereit waren, in der Untersuchung mitzuwirken."

Die Studie wurde von der Forschungseinrichtung Medical Research Council und dem University College London durchgeführt. Sie befragten Schwule aus Glasgow, Edinburgh, London, Brighton und Manchester. Die Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin "Aids" ("Sexual risk behaviour and knowledge of HIV status among community samples of gay men in the UK." AIDS 22(9): 1063-1070, 2008). (dk)

-w-

#1 Sven_
  • 18.06.2008, 16:27h
  • Das ist ja ziemlich heftig.
    Die erste Frage, die mir da in den Sinn kommt ist "Haben wissende Positive gar kein Verantwortungsgefühl?".
    Nun ja, sicherlich müsste noch geklärt werden, ob die wissenden positiven ihre jeweiligen Sexualpartner vorher darüber aufklären, dass sie positiv sind oder nicht.
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#2 Skunki
  • 18.06.2008, 16:41hBruchsal
  • Wissenschaftlich gesehen ist diese gesamte Untersuchung nach dem Artikel zu urteilen absoluter Schwachsinn.
    Wo sind denn die Heten, denen Speichelproblem entnommen wurden? Die, die munter rumpoppen und glauben, daß sie gegen HIV imun sind? Um das Jahr 2000 nahmen die HIV Neuinfektionen bei Heten deutlich stärker zu als unter unsereins, weil die Heten glauben, daß nur wir HIV haben und wir sehr stark ausgeklärt sind.
    Hinter dem netten Cover verbirgt sich doch nur ein weiterer Versuch, einer religiös-konservativpolitischen Propaganda einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben und Eltern in Panik um ihre Kinder zu versetzen.
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#3 KonstantinEhemaliges Profil
  • 18.06.2008, 17:27h
  • Antwort auf #1 von Sven_
  • Zitat:"...ob die wissenden positiven ihre jeweiligen Sexualpartner vorher darüber aufklären, dass sie positiv sind oder nicht."

    Wohl kaum! Es ist ganz einfach so, dass Positive voraussetzen, der andere wäre ebenfalls pos., wenn er nicht auf Safer Sex besteht. Die gleiche Annahme haben die Negativen in der umgekehrten Version! Weil: Langes Rumgelaber über HIV/AIDS vor ner geilen Nummer ist der Off-Turner schelchthin. That's all, folks!

    Wenn jetzt irgendwer anfängt, von wegen Hyper-Infektionen zu argumentieren, kann ich leider nur ganz hohl lachen! Ich kenne KEINEN Positiven (und ich kenne viele), die sich auch nur einen Dreck darum scheren. (Diese Anmerkung ist wertneutral)
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