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- 19. Juni 2008 1 Min.
Forscher der Justus-Liebig-Universität in Gießen wollen in einer Online-Umfrage feststellen, wie hoch der tatsächliche Anteil Schwuler im Vereinsfußball ist und wie viel Interesse Homosexuelle an dem Massensport haben.
Um die nur wenige Fragen umfassende Umfrage möglichst vertraulich zu halten, bedienen sich die Forscher der Randomized-Response-Technik. Teilnehmer sind aufgefordert, vor der Beantwortung der Frage "Sind Sie homosexuell/bisexuell orientiert?" zwei Mal in Folge eine Münze zu werfen. Wenn man zwei Mal "Zahl" oder zwei Mal "Kopf" als Antwort erhält, soll man die Frage ehrlich beantworten. Im anderen Fall soll man "ja" antworten, auch wenn man keine homosexuellen Neigungen hat. Die Forscher können am Ende herausrechnen, wie viele "Ja"-Antworten münzwurfbedingt sind und wie viele "echt" sind. Damit wollen sie auch Menschen erreichen, die selbst anonymen Internet-Befragungen kritisch gegenüber stehen.
Die mehrwöchige Befragung wird von Dr. Mathias Reiser und Dr. Heiko Maurer am Institut für Sportwissenschaft durchgeführt. (pm/dk)
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