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Der bayrische Europaminister Markus Söder (CSU) nannte die von EU-Sozialkommissar Vladimír Špidla geplante Ausweitung des Diskriminierungsschutzes inakzeptabel.

Er forderte Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) auf, im Justizministerrat ihr Veto einzulegen, wenn die EU auf einem umfassenden Diskriminierungsschutz besteht. Nach Angaben von Europaparlamentariern will die EU u.a. bei Dienstleistungen Diskriminierung wegen Behinderung, Alter, sexueller Ausrichtung sowie Religion und Glauben verbieten (queer.de berichtete). Derzeit verlangt Europa in diesem Bereich nur einen Diskriminierungsschutz aufgrund von ethnischer Herkunft und des Geschlechts.

Gemeinsam mit Betram Brossardt, dem der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, erklärte Söder, die Antidiskriminierungsregeln würden unnötigen Kosten- und Verwaltungsaufwand bedeuten. Angesichts des Neins der Iren zum EU-Vertrag von Lissabon dürfe Brüssel keine "überflüssige Bürokratie" schaffen, so der 41-jährige CSU-Politiker.

"Lügengeschichten" und "Panikmache"

Der LSVD und die Grünen kritisierten die Äußerungen des Landesministers scharf: "Wir sind froh, dass sich die Europäische Kommission nicht von hinterwäldlerischen Politikern wie Markus Söder beirren lässt, die seit Jahren Lügengeschichten über den Diskriminierungsschutz verbreiten", erklärte LSVD-Sprecher Manfred Bruns.

"Die Warnungen der CSU sind nichts als Panikmache", findet Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen im Bundestag. Gerade das deutsche Beispiel zeige, dass weder die Wirtschaft noch die Gerichte zusammenbrechen, wenn Menschen bei Vertragsabschlüssen vor Diskriminierung wegen ihres Alters, einer Behinderung, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Orientierung geschützt werden. "Die geringe Zahl der Verfahren und die geringe Höhe der Schadensersatzzahlungen weisen eher darauf hin, dass das AGG bisher zu wenig greift", so Beck. (dk)

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#1 Katrin
  • 19.06.2008, 17:25h
  • In den letzten Regierungsjahren von F.J. Strauss stand die CSU vor einer sehr ähnlichen Situation wie heute. Man hatte sich zu weit von der Parteibasis entfernt und verlor Wähler. Als Antwort fuhr man eine wurde schwer auf den Putz geklopft mit dem Ergebnis, das noch mehr CSU linke Wähler die SPD wählten und die NPD erstarkte.

    Heute ist die CSU wieder im Abwärtstrend, weil man wegen eigenlöblicher Erfolge im letzten Jahrzehnt auf Wolke 7 thront. Also gibt es eine breite Kampagne gegen Homos. Auch das wird wieder dazu führen, dass man noch mehr Wähler verliert; an den linken sowie an den rechten Parteienrand. Die SPD hat es ja gerade vorgemacht wie schnell man absteigen kann. Die CSU Oberen haben es nicht begriffen: Heutzutage kennt jeder, auch in ländlichen Gegenden wenigstens einen Schwulen und weiß aus eigener Erfahrung, dass dies ganz normale Menschen sind. Die linken in der CSU werden zu den Grünen gehen und die rechten zur NPD.
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#2 Rolandus
  • 19.06.2008, 17:29h
  • Richtiger kommentar des LSVD. Auch die persönlichen Angriffe finde ich mehr als korrekt. Ich hoffe Ihr sagt mehr so klare Worte!
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#3 alexander
  • 19.06.2008, 18:50h
  • was macht eigentlich ein markus söder in brüssel ????? vor allem als europaminister !!!!

    der 41 jährige lackel hat doch seinen lebensunterhalt nur als parteischnösel, also schmarotzer bestritten.
    unverständlich, dass diese " bodenhaftige " partei ihre leute nicht entsprechend einsetzt, z. b. als erntehelfer, wenns sein muss auch in polen ? nun will uns also der buab das leben schwer machen ?
    geht garnicht, sowas muss schnellstens auf trinkstärke herabgesetzt werden.

    eh unglaublich wie sich diese partei bundesweit wichtig nimmt, franzl strauss hat das wenigstens noch traditionell richtig gemacht und als armer buab ne reiche brauerstochter geheiratet.
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