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- 20. Juni 2008 2 Min.
In Berlin wurden am Donnerstagabend die diesjährigen Preisträger des Tolerantia-Preises bekanntgegeben. Zusammen mit der Sportwissenschaftlerin Tanja Walther werden der Fußballnationalspieler Philipp Lahm und der Präsident des Deutschen Fußballbundes (DFB) Theo Zwanziger geehrt.
Die gemeinsame Auszeichnung wurde mit ihrem "besonderen und herausragenden Einsatz gegen Intoleranz und Homophobie im Breitensport, hier insbesondere im Fußballsport" begründet.
Der Tolerantia-Preis wird seit 2006 von der Initiativgruppe Schwules Weimarer Dreieck an herausragende Persönlichkeiten aus Deutschland, Frankreich und Polen verliehen, die sich um Toleranz verdient gemacht haben. Zur Gruppe gehören neben dem Berliner Anti-Gewalt-Projekt MANEO auch SOS-Homophobie aus Frankreich) sowie Lambda und KPH aus Polen.
Die Preisverleihung findet jährlich und abwechselnd in einer der drei Hauptstädte statt. Nach Berlin 2006 und Paris 2007 wird nun Warschau seine Türen für eine Gala am 20. September öffnen.
Aus Frankreich wird der (heterosexuelle) Journalist und Moderator Bruno Solo geehrt, der sich mehrfach für schwul-lesbische Rechte eingesetzt hat. Polnische Preisträgerin ist die Lehrerin Marzanna Pogorzelska, die öffentlich erklärte, dass sie ihre Schüler weiterhin über die Existenz von sexuellen Minderheiten aufklären, sich für die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben einsetzen und sich der Regierungspolitik widersetzen wird.
Philipp Lahm ist der erste deutsche Nationalspieler, der sich öffentlich und unmissverständlich für Toleranz gegenüber homosexuellen Fußballspielern geäußert hat. "Wenn ein Spieler schwul ist, ist er trotzdem mein Mannschaftskollege, und für mich würde sich im Umgang mit ihm nichts ändern", sagte er im Dezember 2007 in einem Interview.
DFB-Präsident Theo Zwanziger erklärte öffentlich, dass der Fußballbund alle Spieler bei einem Outing unterstützen würde. Er bezeichnete es als Aufgabe des DFB, "auf breiter Basis Rahmenbedingungen zu schaffen, damit homosexuellen Menschen der Zugang zum und die Bewegung im Sport ohne das Gefühl der Diskriminierung möglich ist".
Die dritte deutsche Preisträgerin Tanja Walther wird aufgrund ihres "langjährigen, vorbildlichen Engagements gegen Homophobie im Sport" gewürdigt. Sie ist u.a. Initiatorin der Aktionsabende gegen Homophobie im Fußball.
Links zum Thema:
» MANEO-Homepage
Mehr zum Thema:
» Theo Zwanziger: Der Ball ist für alle da (26.05.08)
» Philipp Lahm über schwule Fußballer (14.12.07)















Das ich jetzt lesen muß, dass er sich für Toleranz einsetz macht ihn noch sympatischer.
Er ist ein Klasse Mensch.