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- 23. Juni 2008 2 Min.
Mehr als zwei Drittel der Jamaikaner sprechen sich dagegen aus, dass Schwule und Lesben jegliche Bürgerrechte zugesprochen werden.
Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Zeitung "Jamaican Gleaner". Demnach sprachen nur 26 Prozent Homosexuellen Rechte zu. Dabei waren Männer intoleranter als Frauen (20 Prozent gegenüber 34 Prozent). Derzeit stehen auf der Karibikinsel auf Homosexualität bis zu zehn Jahre Haft mit Zwangsarbeit.
Erst vor einem Monat hatte der jamaikanische Premierminister Bruce Golding bei einem Staatsbesuch in England Homosexualität als "ausländischen Wert" bezeichnet, der seinem Land nicht aufgezwungen werden dürfe (queer.de berichtete).
Bei der jetzigen Umfrage haben 47 Prozent erklärt, sie würden Golding wegen dieser Aussage "mit größerer Wahrscheinlichkeit" wählen. Nur zwei Prozent sagten, sie würden "mit geringerer Wahrscheinlichkeit" für den Labour-Party-Chef votieren. Für die Hälfte spielt diese Äußerung in ihrer Wahlentscheidung keine Rolle.
Die Umfrage wurde am 31. Mai und 1. Juni durchgeführt. Der "Jamaican Gleaner" gab nicht an, wie viele Menschen befragt wurden. Die Fehlertoleranz liege bei drei Prozent, so die Zeitung.
In Europa sorgen immer wieder Reggae-Sänger von der rund drei Millionen Einwohner zählenden Insel für Aufsehen, die in Liedern zur Ermordung von Schwulen und Lesben auffordern. Zuletzt verweigerte Spanien dem bekannten Künstler Sizzla ("Verbrennt die Männer, die Sex mit Männern haben") die Einreise (queer.de berichtete). (dk)















(Ist keine rhetorische Frage, bin für alle Ja's und Nein's dankbar)