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  • 23. Juni 2008 40 2 Min.

Der Sänger der amerikanischen Rockband Queens of the Stone Age ist in der Kritik, nachdem er auf einem Konzert in Norwegen einen Zuschauer als "Scheiß-Schwuchtel" beschimpft hatte.

Der Zwischenfall ereignete sich vor einer Woche beim Osloer Festival "Norwegian Wood". Nachdem der 35-jährige Josh Homme von einem Schuh getroffen worden war, beschwerte er sich sichtlich erregt beim mutmaßlichen Werfer mit deutlichen Worten: "Ich habe vielleicht 39 Grad Fieber und seit drei Tagen gekotzt, aber ich fick dich immer noch in den Arsch vor all deinen Freunden", sagte er in Richtung des mutmaßlichen Werfers. "Dreh dich um, du verdammter Schlappschwanz", war noch eine der harmloseren Aussprüche. Zwei Mal beschimpfte er den jungen Mann als "Scheiß-Schwuchtel" ("fucking faggot"), bevor der Schuh von Homme mit Wucht zurückgeworfen wurde. Die Ordner führten den Zuschauer dann ab.

Nachdem das Video im Internet aufgetaucht war, veröffentlichte Homme auf seiner Homepage einen Text, in der er Kritik an seinen Äußerungen zurückwies: "Meine schwule Familie und meine schwulen Freunde wissen genau so wie ich, dass ich nicht homophob bin. Ich weiß, dass man es sich nicht aussuchen kann, ob man schwul ist. Aber wisst ihr, man sollte Worte nach ihrer Absicht beurteilen. Ich habe nie gesagt, und nie angedeutet, dass es falsch ist, schwul zu sein."

Er wies ferner darauf hin, dass er den Fan auch als "Pussy" ("Muschi") bezeichnet hatte: "Heißt das, dass ich die kollektive Vagina in dieser Welt hasse? Ich hab nie probiert, politisch korrekt zu sein. Damit müsst ihr zurechtkommen. Meiner Meinung nach saugt die politisch korrekte Welt mehr Scheiße an als das Dixie-Klo von Glastonbury".

Homme gründete Queens of the Stone Age im Jahre 1997 in Kalifornien. Die Band gilt als eine der erfolgreichsten Vertreter der Stilrichtung Stoner Rock. (dk)

Youtube | Viele Kraftausdrücke treffen auf norwegische Ohren...

#1 alexander
  • 23.06.2008, 17:10h
  • mag es sein wie es will, zeigen doch diese äusserungen mehr als deutlich die "heterokackarscheinstellung " zu homosexuellen !!!

    und hinterher immer die hetentoleranz:" eigentlich habe ich ja nichts gegen schwule!"

    genau das belegt die arroganz sogenannter heterosexueller mehrheiten schwulen gegenüber.

    und immer besteht dann der freundeskreis aus irrsinnig vielen tollen schwulen !
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#2 MarekAnonym
  • 23.06.2008, 17:46h
  • Nach seiner Logik, wonach der Gebrauch des Begriffs "Scheißschwuchtel" (fucking faggot) nur eine Einzelaussage ist, aber nichts über Schwule aussagt, könnte er auch "Nigger" sagen und nachher behaupten, das wäre keine Aussage, wie er über Farbige denkt.

    Es gibt einfach Begriffe, die einem niemals rausrutschen würden, wenn man sie nicht eh schon "auf der Festplatte" hätte.
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#3 Tim_Chris
  • 23.06.2008, 17:56hBremen
  • Antwort auf #1 von alexander
  • Bei ihm scheint das komplette Umfeld einschließlich kompletter Familie schwul zu sein - zumindest nachdem, wie er sich ausdrückt.
    Wieso hat sich das eigentlich derart als Lieblingsschimpfwort eingebürgert? Was ist mit dem Flachwichser, dem Motherfucker, der Arschfresse, dem Affenarsch, dem Bastard usw.? Sind die uncool als Schimpfworte geworden, weil Schwul in aller Munde ist, dank Menschenrechtskonventionen und Eheangleichungsgesprächen?
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