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Einzelkommentar zu:
Nordelbien: Kritik an schwulem Bischofs-Kandidaten


#3 gerdAnonym
  • 26.06.2008, 10:10h
  • @SuperMario
    Du musst die Hintergründe genauer kennen. Bitte informiere Dich besser, was die EKD angeht.

    1. Bemische Landeskirche
    Hier geht es um die Sankt-Martini-Gemeinde, wo jetzt der umstrittene Pastor Motschmann in Rente gegangen ist. Die bremische Landeskirche der EKD hat als einzige Glaubens- und Lehrfreiheit bei ihren Kirchengemeinden und da hat dann der einzelne Pastor vor Ort sehr viel Einfluss auf die jeweilige Gemeinde. Die Familie Motschmann ist sehr umstritten. Allein über die Motschmanns ließe sich ein eigener Bericht schreiben. Jedenfalls hat es dort der Pastor Motschmann in dieser Kirchengemeinde geschafft, diese sehr "rechtskonservativ" auszurichten. Das ist aber die einzige Kirchengemeinde in Bremen, wo dies so ausschaut und weder Kirchenleitung noch Kollegen von Herrn Motschmann teilen dessen Ansichten. Das Christival war übrigens auch in Bremen, weil da Herr Motschmann ein "Netzwerk" zur OJC und Gemeindehilfsbund von Cochlovius aufgebaut hat. Es ist aber immer noch ganz klar nur eine kleine Minderheit, die da lautstark in Bremen schreit.

    2. Nordelbien
    Dort gilt dasselbe, denn auch dort schreit eine "kleine" Minderheit um Ulrich Rüß, der ebenso einen "kleinen" Verein ''Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis" gegründet hat; aber auch dort gibt es nur wenige Kollegen, die Herrn Rüß unterstützen. So wird er von der Kirchenleitung in Nordelbien aber auch insbesondere von den Pastorinnen strikt abgelehnt. Herr Rüß ist ein typischer "alter" Herr, der am liebsten noch die Strafbarkeit homosexueller Menschen sich zurückwünscht. Es ist gegenwärtig immer dieselbe Art von Pastor, die da "Stress machen". Meistens bereits über 60 Jahre (Pastor Rüß) und häufig bereits pensioniert (Pastor Müller, Pastor Motschmann, Pastor Cochlovius) und die haben einfach nicht begreifen wollen, dass die Gesellschaft sich weiterentwickelt hat. Diese alten Männer schaden mit ihren Hasstiraden der EKD gewaltig. In zehn Jahren sind diese Herren aber "von der Bildfläche" in Deutschland größtenteils verschwunden.

    Längst aber hat die EKD und ihre Landeskirchen ein Papier verabschiedet mit theologischen Grundsätzen, wonach in den Landeskirchen homosexuelle Menschen als Pastoren und Geistliche tätig sein können und falls Sie in einer Partnerschaft leben, auch zum Standesamt gehen können und gemeinsam im Pfarrhaus leben dürfen. Dies ist bereits Alltag in den Landeskirchen der EKD. Das unterscheidet übrigens die lutherischen/reformierten Landeskirchen der EKD aber auch die Altkatholiken diametral zur katholischen Kirche. So ist es auch schön zu sehen, dass der Wahlausschuss von Nordelbien einen homosexuellen Bischofskandidaten vorgeschlagen hat.

    Nebenbeibemerkt homosexuelle Bischöfe gab und gibt es in der katholischen Kirche bestimmt in ausreichender Zahl; nur diese katholischen Kirchenmänner haben es nie verraten.

    So gesehen der erste schwule Bischof wäre Gorski mit absoluter Sicherheit nicht. Er wäre nur der erste schwule Bischof in Deutschland, der es auch offen ausspricht. Ich würde mich freuen, wenn er gewählt werden würde.
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