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Einzelkommentar zu:
Nordelbien: Kritik an schwulem Bischofs-Kandidaten


#6 Super MarioAnonym
  • 26.06.2008, 14:03h
  • Antwort auf #3 von gerd
  • So, die Evangelikalen sind nur eine kleine lautstarke Minderheit. Dann wundere ich mich aber warum die Mehrheit dann nicht genauso lautstark zurück schreit. Wie kann es sein, dass so eine kleine Minderheit dann so ein Gewicht hat. Wieso widerspricht die Leitung der EKD diesen Strömungen nicht ganz konkret und unmissverständlich, wenn sie so schädlich sind? Wie kann es sein, dass der werte Vorsitzende der EKD, Herr Wolfgang Huber, das umstrittene Christival abgesegnet hat? So ein großer Dorn scheinen die Evangelikalen im Auge der EKD dann doch nicht zu sein.

    Herr Gorski wäre der erste offen schwule Bischoff in Deutschland, also nicht nur ein kleiner schwuler Pfarrer, sondern jemand der was zu sagen hätte. Warum gibt’s das nicht schon längst in der EKD? Wo wir schon offen schwule Bürgermeister, Parteivorsitzende, Manager in der der Wirtschaft haben. In dem Unternehmen, in dem ich arbeite, gibt es ganz selbstverständlich offene Homosexuelle in Führungspositionen, darunter bekennende Piss- und SM-Liebhaber. Soll ich darauf warten bis die EKD endlich soweit ist? Warum prescht die EKD nicht mal vor und verkündet: „Bei uns können offene Schwule, offene Lesben, Transgender, offene promiske Zweilochstuten (Das ist so herrlich zweideutig) ganz selbstverständlich nicht nur Bischoff werden, sondern sogar Vorsitzender. Private Vorlieben spielen keine Rolle.“ Das wäre zuviel verlangt? Ganz recht. Religionen haben noch nie die gesellschaftliche Entwicklung vorangetrieben, sondern immer nur blockiert. Manche Religionen mehr, manche weniger.
    Und wenn die Blockade nicht mehr aufrecht zu erhalten war, hat man sich widerwillig mitschleifen lassen, aber aufholen, geschweige überholen, das kriegen die nicht hin. Soll ich die EKD dafür loben weil sie stolz verkündet: „Seht doch, so schlimm wir gar nicht. Die Katholiken beispielsweise sein viel schlimmer. Seht doch wie fortschrittlich wir sind.“
    Ich erinnere mich noch ganz genau an meinen Konfirmandenunterricht, wo mir eingetrichtert wurde, ich solle keusch und züchtig leben, sprich nicht in der Gegend rumficken.
    Ich erinnere mich noch an den offen schwulen Pfarrer in Berlin(!), der abgesägt wurde als er in der Kirchenhierachie aufsteigen wollte, mit der Begründung, bei seinem „Lebenswandel“ ginge das doch nicht.
    Ich bleibe dabei: Das hat System in der EKD, die sind noch nicht soweit. Die EKD ist auf dem Stand eines konservativen Unternehmens, wo es zwar offen homosexuelle Mitarbeiter gibt, aber bitte nicht in Positionen, wo sie etwas zu sagen hätten, bzw. jetzt diskutieren sie darüber, ob es vielleicht doch geht. Ich wüsste nicht wofür ich die EKD loben sollte. Solche konservativen Wirtschaftsunternehmen lobe ich doch auch nicht. Tut mir leid, da bin ich schon längst weiter, als das ich mich mit solchen Peanuts zufrieden geben würde.
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