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- 25. Juni 2008 2 Min.
Während am Mittwoch der erste CSD in Kuba geplant ist, kritisiert die katholische Kirche die homofreundlichen Reformen des kommunistischen Regimes.
Der CSD soll US-Medien zufolge am Don-Quixote-Park in der Hauptstadt Havana starten. Von dort wollen die Demonstranten zum Justizministerium laufen. Die Organisatoren, die von der Homo-Gruppe Unity Coalition aus Florida unterstützt wurden, fordern die Regierung auf, sich für die Menschenrechtsverletzungen an Schwulen zu entschuldigen. Nach der Machtübernahme der Kommunisten Ende der 50er Jahre wurden Schwule in Internierungslager gesteckt, in denen viele zu Tode kamen. Homosexualität wurde 1979 offiziell legalisiert, allerdings wurden auch danach Schwule und Lesben wegen "antisozialen Verhaltens" verfolgt. Außerdem würden nach wie vor Menschen mit HIV und Aids inhuman behandelt.
Zuletzt zeigte sich die Regierung allerdings homofreundlicher. So erklärte Mariela Castro, Chefin des staatlichen Zentrums für Sexualkunde, dass die Kubaner zur "Homo- und Transfreundlichkeit" erzogen werden müssten (queer.de berichtete). Zudem gibt es in den vergangenen Monaten eine Debatte über die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften oder gar die Öffnung der Ehe (queer.de berichtete).
Diese Liberalisierung ist der katholischen Kirche offenbar ein Dorn im Auge: In "Palabra Nueva", dem Magazin der Erzdiözese Havana, kritisierte ein Editorial am Dienstag ungewohnt offen die Regierung: "Respekt für die homosexuelle Person: Ja. Förderung von Homosexualität: Nein", heißt es unter anderem.
Kuba ist katholisch geprägt, es liegen allerdings keine genaue Zahlen über die Kirchenzugehörigkeit nicht vor. (dk)















Ich hoffe, Mariela Castro setzt trotz Druck der Katholen ihren Weg und die Forderungen hin zum Fortschritt und zur Gleichberechtigung, fort. Sie ist auf dem richtigen Weg. Daumen hoch für Kuba und hoffentlich einen einprägsamen, fördernden und schönen CSD.