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https://queer.de/?8978
  • 30. Juni 2008 12 2 Min.

Der von Ronald Schill geoutete ehemalige Hamburger CDU-Justizsenator Roger Kusch soll eigenen Angaben zufolge an diesem Wochenende erstmals aktive Sterbehilfe geleistet haben.

Der promovierte Arzt hatte bereits im März für Aufregung gesorgt, als er eine Selbsttötungsmaschine für Schwerkranke vorstellte (queer.de berichtete). Ob diese im aktuellen Fall zum Einsatz kam, ist unklar.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, bestätigte der Sprecher des Vereins "Dr. Roger Kusch Sterbehilfe e.V." lediglich, dass sich der Fall in Süddeutschland zugetragen habe. Kusch veröffentlichte ein Bild, in dem er mit der Frau zu sehen sein soll, der er beim Suizid geholfen haben will.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat bereits ein Vorermittlungsverfahren gegen den 53-Jährigen eingeleitet. Sie müsse nun feststellen, ob es sich hierbei um Tötung auf Verlangen, unterlassene Hilfeleistung oder Beihilfe zum Selbstmord handele.

Kusch, ein ehemaliger Studienfreund des Hamburger Bürgermeisters Ole von Beust, war von 2001 bis 2006 Justizsenator in der Hansestadt. Im August 2003 wurde er von Innensenator Ronald Schill geoutet, der ihm auch eine Affäre mit von Beust unterstellte. Nach einem Skandal um die Weitergabe vertraulicher Akten aus einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss wurde Kusch von seinem langjährigen Förderer entlassen (queer.de berichtete). Daraufhin trat er aus Protest aus der CDU aus und gründete die neue Partei "Rechte Mitte HeimatHamburg". Bei den Bürgerschaftswahlen erzielte Kuschs Liste jedoch nur 0,5% der Stimmen und wurde daraufhin aufgelöst. (dk)

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#1 VolumePro
  • 30.06.2008, 15:06hMönchengladbach
  • Wenn die Frau ins Jenseits wollte, dann ist es doch vollkommen in Ordnung, wenn man ihr dabei hilft.
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#2 RoseLE
  • 30.06.2008, 22:05h
  • Finde ich auch eine sinnvolle Sache.
    Gerade wer schon einmal in einem Pflegeheim gearbeitet hat.
    Angenommen ich wäre bettlägrig und hätte keine Aussicht auf Besserung,würde ich dies jedenfalls in Anspruch nehmen.
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#3 rosaschafAnonym
  • 30.06.2008, 23:04h
  • Ich kann nur zustimmen und finde daran auch nichts "verwerfliches" zumindest in bestimmten Fällen. Ich glaube keiner ist für Sterbehilfe als "Heilzweckmittel gegen ein Scheiß-Leben", aber für eine Sterbehilfe im Falle sehr schwer kranker Menschen, alter Menschen oder überhaupt Menschen die nur noch leiden.
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