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- 30. Juni 2008 1 Min.
Die umstrittenen republikanischen US-Senatoren Larry Craig und David Vitter unternehmen gemeinsam einen weiteren Anlauf, um ein Eheverbot für Lesben und Schwule in der Verfassung festzuschreiben.
Der "Verfassungszusatz zum Schutz der Ehe" war bereits mehrfach im Parlament gescheitert. Er war in den vergangenen Jahren wiederholt kurz vor Wahlen von Republikanern eingebracht worden, um unter konservativen Amerikanern Stimmen zu sammeln (queer.de berichtete). Neben Craig und Vitter gehören noch acht weitere Politiker zu den "Sponsoren" des Antrags.
Allerdings ist fraglich, ob die beiden Senatoren "moralorientierte" Wähler noch ansprechen können. Denn beide waren im vergangenen Jahr in Skandale verwickelt, die konservative Wähler eher abschrecken dürften: So wurde im Juli 2007 bekannt, dass Senator Vitter Kunde eines Begleitservices "zur Erfüllung sexueller Fantasien" gewesen ist (queer.de berichtete). Senator Craig war zur gleichen Zeit wegen "unzüchtigen Verhaltens" auf der Herrentoilette des Flughafens in Minneapolis festgenommen worden (queer.de berichtete). Er hatte offenbar versucht, Sex mit einem Polizisten in zivil zu initiieren.
Es ist derzeit ausgeschlossen, dass der Antrag Erfolg hat. Dazu wäre je eine Zwei-Drittel-Mehrheit in Senat und Repräsentantenhaus vonnöten. Außerdem müssen drei Viertel der Bundesstaaten einen Verfassungszusatz ratifizieren. Seit 1795 gab es nur 17 Änderungen an der Verfassung. (dk)















Wenn ausgerechnet von solchen so ein Vorstoß kommt machen sich die Konsevativen nur lächerlich.
Wer am lautesten quietscht will nur geölt werden.