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- 09. Juli 2008 1 Min.
Im niederösterreichischen Hainburg an der Donau hat ein katholischer Pfarrer seinen Assistenten vor der ganzen Gemeinde als schwul geoutet – jetzt hat die Erzdiözese dem redefreudigen Geistlichen einen Maulkorb verpasst.
Wie der "Kurier" berichtet, hat Pfarrer Othmar Posch den Schäfchen der 6.000 Einwohner zählenden Gemeinde am 29. Juni einen gehörigen Schrecken eingejagt: Der ihm unterstellte Kaplan sei schwul, erzählte er frank und frei in der Heiligen Messe. "Der Pfarrer meinte weiters, dass es besser sei, wenn K. Die Pfarrei verlasse, da K. Auch mit Kindern zu tun habe", zitiert das Boulevardblatt eine Kirchgängerin. Daraufhin empörten sich Bürger, weil der Geistliche Schwule offenbar generell als Kinderschänder betrachtet.
Die Erzdiözese Wien hat es Pfarrer Posch nun untersagt, weiter zu dem Vorfall Stellung zu beziehen. Ein Sprecher erklärte, dass es zwischen den beiden Vertretern Gottes "Unstimmigkeiten im persönlichen Bereich" gegeben habe. Diese hätten sich bei der Messe "entladen".
Der Kaplan werde zwar tatsächlich zum 1. September an eine andere niederösterreichische Gemeinde versetzt. Allerdings habe das nichts mit der Sexualität des Mannes zu tun, so die Erzdiözese.
Der Geoutete weiß offenbar noch nichts von seinem "Glück". Er macht derzeit Urlaub bei seinen Eltern in der Schweiz. (dk)














